Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax schließt knapp unter 8000 Punkten

Der Dax setzt seine Erholungsrally weiter ungebremst fort. Kurstreiber waren heute vor allem gute US-Konjunkturdaten. Die Angst vor einem Ende der Liquiditätsschwemme gerät damit in den Hintergrund - zumindest vorläufig.
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FrankfurtDer Dax hat am Donnerstag nahtlos an seine jüngste Erholungsrally angeknüpft. Am Ende ging der deutsche Leitindex mit einem Plus von 0,63 Prozent auf 7990 Punkte aus dem Handel. Auch der Euro Stoxx 50 kletterte nach oben und notierte am Ende 0,73 Prozent bei 2621 Zählern im Plus.

Unterstützung erhielten die Märkte von US-Konjunkturdaten: So stiegen die Konsumausgaben im Mai um 0,3 Prozent, die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel in der vergangenen Woche um 9000 auf 346.000.

An den vergangenen beiden Handelstagen hatte der deutsche Leitindex bereits um mehr als drei Prozent zugelegt, weil sich die Zinsen am chinesischen Geldmarkt wieder entspannten. In der vergangenen Woche waren sie aus Angst vor einer Kreditklemme deutlich gestiegen und hatten damit am Montag Turbulenzen an den Märkten ausgelöst.

Zudem hatten die Federal Reserve und die Europäische Zentralbank zuletzt die Sorgen zerstreut, dass sie schon bald aus ihrer lockeren Geldpolitik aussteigen könnten. "Langsam kommt das Vertrauen in den Markt zurück, dass die Notenbank weiterhin Gewehr bei Fuß stehen, wenn es zu starke Turbulenzen geben sollte", sagte ein Händler in Frankfurt.


Keinen guten Tag erwischten Lanxess-Titel: Ein kritischer Analystenkommentar von JP Morgan sowie Chinas Anti-Dumping-Zölle setzten den Aktien deutlich zu. China plant, ab Freitag Anti-Dumping-Zölle in Höhe von bis zu 37 Prozent auf eine aus der Europäischen Union importierte Chemikalie erheben. Betroffen ist unter anderem Lanxess, für den Konzern wird eine Abgabe von 19,6 Prozent auf Toluidine-Exporte nach China fällig, wie das chinesische Handelsministerium am Donnerstag ankündigte. Die Lanxess-Titel fielen im Dax um 3,3 Prozent auf 46,41 Euro.

Die Analysten von JP Morgan sehen ohnehin schwierige Zeiten auf den europäischen Chemiesektor zukommen. Die US-Chemie-Industrie gewinne immer mehr Kostenvorteile im Vergleich zu europäischen und asiatischen Herstellern, weil sie aufgrund des Einsatzes von Schiefergas billiger produzieren könnte, hieß es in dem Kommentar. Die Analysten stuften Lanxess und BASF herunter auf "Underperform" von "Neutral". BASF gingen mit einem Verlust von knapp zwei Prozent aus dem Handel.

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  • Witzbold! Hinterher Prognosen über die Vergangenheit posten!

    Wer vor rund 4 Wochen die Zahlen 17 22 29 37 38 41 43 mit der Superzahl 3 getippt hat (oder so ähnlich), der konnte aus 9,80 € innerhalb von 48 Stunden 21.000.000 € machen.

    Noch einfacher geht es wirklich nicht!

  • Nicht immer nur auf den DAX gucken Freunde!Auch andere Indizies haben schöne Töchter!

  • Heute fehlte nicht viel und Dein Teil wäre ausgenockt wurden.

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