Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax schließt knapp unter 8400 Punkten

Positive Konjunktursignale aus China und Europa haben dem Dax am Donnerstag zu einem kräftigen Plus verholfen.  Größte Gewinner waren die Commerzbank und Thyssen-Krupp. Für K+S geht die Talfahrt dagegen weiter.
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FrankfurtIn der Hoffnung auf ein höheres Weltwirtschaftswachstum und steigende Unternehmensgewinne haben Anleger am Donnerstag an den internationalen Aktienbörsen zugegriffen. Sie stützten ihren Optimismus dabei auf starke Konjunkturdaten aus China und der Euro-Zone. Der Dax legte um 1,36 Prozent auf 8397 Punkte zu.

Der Einkaufsmanager-Index für die chinesische Industrie stieg im August um 2,4 Punkte auf 50,1 Zähler und signalisiert damit wieder Wachstum. Auch die Privatwirtschaft der Euro-Zone legt weiter zu: Das entsprechende Barometer stieg auf 51,7 Stellen von 50,5 Punkten. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 50,9 Zähler gerechnet.

„Das Bild hellt sich zunehmend auf“, sagte Chris Williamson, Chef-Ökonom des Datenanbieters Markit. Die europäische Industrie entwickele sich so gut wie seit Jahren nicht und der Dienstleistungssektor verbessere sich ebenfalls. „Die Exporteure schneiden gut ab und die heimische Wirtschaft erholt sich langsam.“

Der gestiegene Appetit der Anleger auf renditeträchtigere Aktien setzte Bundesanleihen unter Druck. Der Bund-Future fiel um bis zu 68 Ticks auf ein Zehn-Monats-Tief von 139,46 Punkten. 


Das zweite große Thema an den Finanzmärkten war das am Vorabend veröffentlichte Sitzungsprotokoll des Fed-Offenmarktausschusses (FOMC), der die US-Geldpolitik bestimmt. Die Mitschriften lieferten aber keine klaren Hinweise, ab wann und wie stark die US-Notenbank ihren Geldhahn zudrehen wird.

Es sehe danach aus, als ob die Fed nicht wie bislang meist gedacht im September, sondern frühestens im Oktober mit dem Zurückfahren der Konjunkturspritzen beginnen werde, sagte Mike van Dulken, Chef-Analyst von Accendo Markets. Devisenstratege Lee Hardman von der Bank of Tokyo-Mitsubishi wertete die Protokolle dagegen als Hinweis darauf, dass die Fed schon bald ihre Geldflut drosseln werde. Vor diesem Hintergrund notierte der Euro bei 1,3345 Dollar, nach 1,3355 Dollar zum New Yorker Vortagesschluss.

Bislang kauft die Fed zum Ankurbeln der Konjunktur monatlich Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar auf. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte angekündigt, den Geldhahn ab Jahresende allmählich zudrehen zu wollen, sofern sich die US-Konjunktur weiter erhole. 


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  • @Spieler

    Glückwunsch, dass Ihnen das alles so toll gelingt. Als lebenserfahrener Mensch kann ich Ihnen auf den Weg geben, dass man den Bogen nicht überspannen sollte. Das Schicksal kann oftmals bei Überheblichkeit ganz schön gemein und unerwartet zurückschlagen.

    Noch ein Gedanke - wenn es so etwas wie Karma oder nennen wir es Gerechtigkeit gibt, dann hat sich das meiner Erfahrung oftmals im Leben darin manifestiert, dass das selbe Prinzip auch für Güter und Geld gilt. Es gibt eine Art Gleichgewicht, money comes & money goes, Dinge sind im Fluss und wo es einen Gewinner gibt, gibt es auch immer mindestens einen Verlierer. Und wir bekommen unterm Strich dass, was uns zusteht. Heute finden Sie 20 Euro auf der Strasse. 3 Monate später zahlen Sie die irgendwo zuviel.

    Geld ohne Gegenleistung (wie Arbeit) steht einem nicht zu. Und von daher verbleibt es nicht lange in unseren Händen. Vielleicht sind Ihre Gewinne ja jetzt ein Ausgleich für vergangene Verluste oder gar einen emotionalen Schmerz. Wer weiß. Aber am Ende gleicht sich alles aus.

    Ihnen weiterhin viel Erfolg und ein wenig Dankbarkeit und Demut auf dem Weg wäre sicherlich nicht zu Ihrem Schaden.

  • Lieber Hans,

    insofern ein sicheres Englisch zur gelungenen Sozialisation und Bildung dazugehört, kommen mir bei Ihnen dann doch erhebliche Zweifel.

    Ein "Loser" meint einen Verlierer auf Englisch. "Looser" wie Sie es geschrieben haben, würde sowas wie "lockerer" oder "loser" (wie z.B. eine Schraube ...) bedeuten.

  • Irgendwie ziemlich arm, Menschen mit ähnlichen Meinungen in einen Topf zu werfen und ihnen von vornherein zu unterstellen, sie wären eine Person. Ich behaupte einfach, dass Menschen mit etwas Verstand (Kaufleute, Manager, Trader o.ä.) mit verschieden Meinungen reflektiert umgehen können und diese nicht von vornherein diskreditieren. Meine nächste Behauptung lautet daher: Ihr seid nur halb so erfolgreich, wie ihr euch hier manchmal präsentiert - ich vermute eben gerade aus Mangel an Bildung, was überdies Rückschlüsse auf den sozialen Stand ziehen lässt. In diesem Sinne, weiterhin viel "Erfolg" euch Loo...!

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