Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax schließt knapp zwei Prozent im Minus

Schon die EZB-Zinssenkung konnte die Anleger nicht überzeugen. Der enttäuschende Arbeitsmarktbericht der USA verdarb ihnen dann völlig die Kauflaune. Für den Euro ging es ebenfalls kräftig bergab.
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FrankfurtAm Nachmittag beschleunigte der Deutsche Leitindex nach enttäuschenden Arbeitsmarktdaten der USA seine Talfahrt und schloss 1,92 Prozent tiefer bei 6.410 Punkten. Vor den US-Jobdaten lag der Dax noch über der 6.500-Punkte-Marke. Auch der EuroStoxx50 verlor 2,1 Prozent auf 2.236 Zähler und der Euro lag zum Börsenschluss in Frankfurt unter 1,23 US-Dollar.

"Der Arbeitsmarkt hat sich im Juni mal wieder schlechter entwickelt als erwartet. Damit dürfte die konjunkturelle Zuversicht der Marktteilnehmer - auch in Anbetracht der jüngst nachgebenden Stimmungsindikatoren - weiter nachlassen", kommentierte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg den US-Jobreport. Spekulationen über ein neues Anleihenkaufprogramm der US-Notenbank (QE3) blieben dem Markt nun erhalten.

In der weltgrößten Volkswirtschaft sind im Juni 80.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden und damit 10.000 weniger als von Analysten prognostiziert. Jobdaten des privaten Anbieters ADP hatten zuletzt positiv überrascht. "Die Zahlen zeigen, dass die US-Konjunktur nach wie vor nicht auf die Füße kommt", sagte ein Händler. "Substanziell bleibt ja jetzt eigentlich nichts anderes als auf die Hilfe der Notenbank zu hoffen."

EZB verdirbt die Stimmung

Die Skepsis der Anleger nehme wieder zu, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag ein eher düsteres Bild zur Wirtschaftsentwicklung gemalt habe, sagte ein Händler. Viele Börsianer hatten sich zudem enttäuscht gezeigt, dass die EZB über die Zinssenkung hinaus keine weiteren Maßnahmen zur Ankurbelung der lahmenden Konjunktur in Aussicht gestellt hatte.

Die Märkte hatten den Zinsschritt bereits eingepreist, und zusätzliche außergewöhnliche Maßnahmen wie den massiven Kauf von Staatsanleihen erwartet. Doch dazu hielt sich EZB-Präsident Mario Draghi bedeckt. Er ließ ebenfalls offen, ob die Notenbank das Bankensystem abermals mit einer weiteren „Dicken Bertha“ - also mit riesigen Summen billigen Geldes - fluten wird.

Für Verunsicherung sorgt aus Sicht von Ökonomen, dass die Notenbank ihren geldpolitischen Spielraum bereits fast ausgereizt hat: Der Leitzins liegt mit 0,75 Prozent niedriger als in der tiefen Rezession nach der Lehmann-Pleite, was die Märkte auch als Hinweis auf die dramatische wirtschaftliche Lage verstehen könnten. Der Zins für Übernachteinlagen bei der EZB wurde auf null Prozent gesenkt. „Angesichts der bereits niedrigen Zinsen wird der Zinsschritt der Wirtschaft in Euroland nicht viel Erleichterung bringen“, urteilte die Bank Unicredit.

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer betonte: „Nach den gestrigen Zinssenkungen hat die EZB bei der konventionellen Geldpolitik fast das Ende der Fahnenstange erreicht.“ Allerdings sei die Wirtschaft des Euro-Raums nicht wegen zu hoher EZB-Zinsen in die Rezession gefallen, sondern weil die von der Staatsschuldenkrise ausgehende Unsicherheit auf Unternehmen und Konsumenten übergesprungen sei: „Daran kann die EZB mit noch niedrigeren Leitzinsen nichts ändern.“

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Anleihemarkt kam nicht zur Ruhe

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  • Sorry, diesmal war es mein Müll. Kommt davon, daß ich in Dollar rechne.
    Gute Nacht, mondahu.

  • @yogi
    Der Müll kommt vom HB selbst. Siehe Titel: "Für den Euro ging es ebenfalls kräftig bergab.". o.k., 1.22 ist weniger als 1.25, aber das ist doch invers zu lesen. DER EURO WURDE STÄRKER!!! Gute Nacht, HB.

  • wie es im Augenblick aussieht, wird der Dax am Montag zunächst auf 6360/50 Punkte fallen.
    [19:53:33] M.B. Easy Trading Club: gebe für meine Puts noch heute VL ein
    [19:50:41] M.B. Easy Trading Club: Kauf Dax/Put TBX87V 2000/2,50 VL 3,00 €

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