Schlussbericht Börse Frankfurt: Dax schließt nach Berg- und Talfahrt im Minus

Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax schließt nach Berg- und Talfahrt im Minus

Der Dax hat am Montag an die verlustreiche vergangene Handelswoche angeknüpft. Das Fehlen von klaren Kaufsignalen sorgte für einen Rückzug vieler Dax-Anleger. Die Aktien von Eon legten dagegen kräftig zu.
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FrankfurtZu Wochenbeginn haben sich die Anleger mit größeren Engagements an Europas Börsen zurückgehalten. Anleihen aus Spanien und Italien gerieten etwas unter Druck, weil Investoren fürchteten, dass die Euro-Sorgenkinder von ihrem Sparkurs abweichen könnten. Der Dax ging am Ende mit einem Verlust von 0,24 Prozent auf 7.633 Punkte aus dem Handel. Der Euro legte dagegen kräftig zu und notierte am Abend deutlich über 1,34 Dollar.

Zehnjährige spanische Papiere rentierten zu Wochenbeginn bei 5,421 Prozent - nach 5,383 Prozent im Freitagsgeschäft. Ihre italienischen Pendants lagen bei 4,6 nach zuletzt 4,570 Prozent. Erst wenn der Ausgang der Wahlen in Italien klar sei und sich die politische Situation in Spanien beruhigt habe, dürfte es für die Anleihen dieser Länder wieder bergauf gehen, sagte Piet Lammens, Stratege bei KBC.

Umfragen in beiden Ländern deuten darauf hin, dass die reformwilligen Parteien an Unterstützung verlieren - wenn auch aus verschiedenen Gründen. In Italien hat die Partei des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zuletzt Boden gutmachen können - Ende Februar wird dort ein neues Parlament gewählt. In Spanien drückt der Korruptionsskandal um Ministerpräsident Mariano Rajoy die Regierungspartei in ein Umfragetief.

Auf Erholungskurs ging dagegen der Euro, der am Montag bei 1,3425 notierte nach 1,3363 Dollar am Freitagabend in New York. Allerdings war die Gemeinschaftswährung damit weit entfernt von ihrem Anfang Februar erreichten Höchststand von 1,3711 Dollar. Händlern zufolge nutzen Anleger die Kursrückgänge der vergangenen Tage zum Wiedereinstieg in den Euro.

Für Verunsicherung hatte - neben der Entwicklung in Italien und Spanien - die anhaltende Debatte um eine aktive Steuerung des Euro-Wechselkurses gesorgt. Der französische Finanzminister Pierre Moscovici erneuerte vor dem Treffen der Euro-Gruppe seine Forderung, dass eine engere Abstimmung bei der Wechselkurspolitik notwendig sei. Frankreich sieht in der jüngsten Euro-Stärke Nachteile für die europäische Wirtschaft. Die deutsche Regierung hält die Gemeinschaftswährung allerdings nicht für überbewertet und spricht sich für flexible und am Markt gebildete Wechselkurse aus.


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Kommentare zu " Schlussbericht Börse Frankfurt: Dax schließt nach Berg- und Talfahrt im Minus"

Alle Kommentare
  • Bevor Sie hier beleidigend werden passen Sie besser auf wo die 50 Milliarden mit neuer Rettungsschirm-Fazilität für Nicht-Euro-Länder verdient werden sollen

  • Wer oder was ist Mary?

    Entweder ein psychologisches Studienexperiment oder ein Spaßvogel, der seine Texte mehrmals durch ein Übersetzungsprogramm hin und her schickt.

    Mein Tipp: Augen auf, Hirn einschalten und ignorieren.

  • Aus britischer Presse und vom Newsletter. Deutsche Presse nur noch WIWO.

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