Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax schließt nach Berg-und Talfahrt im Plus

Der Dax ist zurück in die Erfolgsspur gekehrt. Spekulationen um neue geldpolitische Maßnahmen seitens der chinesischen Notenbank sorgten heute für Kursgewinne. Schlechte Nachrichten kamen dagegen aus der Euro-Zone.
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DüsseldorfDie deutschen Aktienmärkte sind dank Spekulationen auf weitere konjunkturstützende Maßnahmen in China am Donnerstag mit Kursgewinnen aus dem Handel gegangen. Der Dax notierte nach Handelsschluss 0,19 Prozent auf 7290 Punkte im Plus. Der MDax stieg um 0,55 Prozent auf 11 008 Punkte. Der TecDax legte um 0,88 Prozent auf 809 Punkte zu.

Marktbeobachter begründeten die leichte Kurserholung nach den deutlichen Vortagesverlusten mit Spekulationen, wonach China weitere Schritte zur Stimulierung der heimischen Wirtschaft unternehmen könnte. Als Negativfaktor wurde die anhaltende Unsicherheit im Schatten der europäischen Schuldenkrise genannt. LBBW-Analyst Uwe Streich sieht vor allem die Lage in Spanien als besorgniserregend an und geht davon aus, dass ein spanischer Hilfsantrag bei der EU nur noch eine Frage der Zeit sei.

Negativ werteten Marktteilnehmer auch, dass sich im Euroraum das Wachstum der Geldmenge im August überraschend stark abgeschwächt hat und das Kreditvolumen ist deutlich gesunken ist.

In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter im August um 13,2 Prozent gefallen. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang von lediglich 5,0 Prozent erwartet.


Seit Wochen wird darüber spekuliert, ob und wann Spanien umfassende Hilfen erbittet. Damit würde Spanien die Vorbedingung für unterstützende Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) erfüllen, mit der die hohen Zinsen für spanische Staatsanleihen gedrückt werden sollen. Bislang hat das Land lediglich Gelder für seinen maroden Bankensektor beantragt. Ein anderer Börsianer betonte, dass der spanische Haushaltsentwurf schnell Makulatur werden könne. "Ganz Europa scheint davon auszugehen, dass wir nächstes Jahr auf den Wachstumspfad zurückkehren. Ich halte das für fragwürdig."


Die Furcht vor einer Verschärfung der Schuldenkrise macht Anlegern derzeit wenig Lust auf den Euro. Die Gemeinschaftswährung notierte am Donnerstag knapp unter der 1,29-Dollar-Marke. Mitte September hatte sie noch bei 1,3169 Dollar notiert. Die jüngsten Proteste in Athen und Madrid gegen die Sparprogramme der Regierung schürten laut Händlern neue Zweifel, ob die schuldengeplagten Länder ihre Probleme je in den Griff bekommen werden.

Am Mittwoch hatte die Rendite der zehnjährigen spanischen Anleihen erstmals wieder die psychologisch wichtige Marke von sechs Prozent übersprungen. Zinsen ab sieben Prozent gelten für die hoch verschuldeten Euro-Staaten langfristig als untragbar. Am Donnerstag rentierten die Papiere bei 6,156 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen wurden mit 1,466 Prozent verzinst.

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  • Begründung für die Befürwortung des VIX-Investments: Korrektur und dann aber neue Jahreshochs bis 31.12. Viel Erfolg!

  • Der Bessere möge gewinnen ;-)

    Oder soll ich sagen: Der Glücklichere.

    Logisch ist diese (gekaufte) Rally schon lange nicht mehr, von daher ist alles möglich ... aber in Q4 wird's runter gehen ...

  • "Traumtänzer" oder nicht. Lassen sie uns, ihr "6000 +/- 500" gegen mein ATH am 28.12. (dem letzten Handelstag in Deutschland) miteinander vergleichen, und sehen wer recht hat.

    Bis dahin. I`ll be there.

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