Schlussbericht Börse Frankfurt Dax schließt über 8000 Punkten

Der Dax ist weiter nicht zu bremsen. Ohne Mühe überwand er die 8000 Punkte – und blieb dort auch. Es ist der höchste Schlusskurs seit Dezember 2007. Ein neues Allzeithoch scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Update: 14.03.2013 - 17:55 Uhr 27 Kommentare

Börse am Abend

FrankfurtAngetrieben von erfreulichen Konjunkturdaten aus den USA ist der Dax am Donnerstag deutlich über die Marke von 8000 Punkten auf ein neues Fünf-Jahres-Hoch geklettert. Der deutsche Leitindex notierte nach Handelsschluss 1,1 Prozent im Plus bei 8058 Zählern - nicht einmal 100 Punkte von seinem Allzeithoch entfernt. Börsianern zufolge nutzten Anleger die zuletzt eher maue Kursentwicklung nun zum Wiedereinstieg.

Der Euro Stoxx 50 der 50 größten börsennotierten Unternehmen Europas markierte mit 2718 Stellen immerhin den höchsten Stand seit März 2011. Auch die US-Börsen lagen am Abend im Plus, nachdem der von Rekord zu Rekord eilende Dow Jones bereits am Mittwoch den neunten Handelstag in Folge mit Kursgewinnen geschlossen hatte.

In der jüngsten Zeit verstärkte sich die Zuversicht, dass die weltgrößte Volkswirtschaft die Folgen des Haushaltsstreits in Washington doch besser als gedacht verarbeiten kann. "Solide US-Exporte, steigende Kreditnachfrage, ein noch immer robuster Konsum und starke Erholungstendenzen am Immobilienmarkt stützen die dortige Wirtschaft", urteilen die Analysten der Metzler Bank.

Für Zuversicht an den Aktienmärkten sorgten am Vortag veröffentlichte Einzelhandelsdaten aus den USA, die überraschend gut ausgefallen waren. Am Donnerstag fielen zudem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit 332.000 Stück geringer aus als angenommen. Dem Euro machten die guten Zahlen aus den Staaten allerdings das Leben schwer. Er war am Mittwoch um rund einen US-Cent gefallen und notierte auch am Donnerstag unter 1,30 Dollar bei 1,2980 Dollar.

Börsentitel als Kontraindikator
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„Kaufalarm“

Der Aktionär vom 6. Februar 2013

Signalrot und ziemlich laut kommt dieser Titel daher. Leider ist von einer "Rekordjagd" bei Dax und Dow Jones noch nicht viel zu sehen. Die euphorischen Einschätzungen zur Börsenentwicklung haben noch nicht zum Kaufrausch unter Anlegern geführt. Allerdings gehen viele Börsenkenner davon aus, dass wir erst im Laufe des ersten Halbjahres neue Höchststände sehen.

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„Alternativlos“

Focus Money vom 12. Februar 2013

Dem Anleger schon auf dem Titelblatt zu sagen, er müsse Aktien kaufen, klingt schon recht mutig. Aber auch Focus Money ist ein Anlegermagazin und nicht die Boulevard-Presse. Insofern ist der euphorische Titel auch nur bedingt ein Signal für übertriebenen Börsenoptimismus.

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„Die Chance des Jahrzehnts - Europa feiert Comeback“

Der Aktionär vom 13. Februar 2013

Der erneut sehr optimistische Titel des Anlegermagazins erhielt schon bei der Italien-Wahl Ende Februar einen Dämpfer. Die unklaren Regierungsverhältnisse in Italien dürften die Börse noch länger beschäftigen. Nach dem Wahlergebnis fielen jedenfalls die Börsen und der Euro erstmal deutlich.

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„Stock Alert! Get ready for a record on the Dow“

Barron's vom 4. Februar 2012

Nochmal Alarm, diesmal aus den USA. Das renommierte Anlegermagazin Barron's bereitet seine Leser mit dem "Aktienalarm!" auf neue Höchststände im wichtigsten Aktienindex vor. Und das, bevor die Fiskalklippe endgültig umschifft wurde. Solche Titel können sich leicht rächen, wenn die Stimmung kippt.

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„Aktien auf Rekordkurs“

Börse Online vom 24. Januar 2013

Auch wenn das Anlegermagazin den Aktienboom insofern relativiert, als dass es um Aktien geht, die man trotz Rekordhoch noch kaufen kann, ist der Titel dennoch als ein Zeichen für zunehmende Börseneuphorie zu verstehen. Für antizyklische Investoren ein Zeichen zur Vorsicht.

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„Zögerst Du noch...oder kaufst Du schon?“

Focus Money vom 30. Januar 2013

Noch ein Magazintitel, der den Leser unter Handlungsdruck setzt. Die dicken Geldstapel signalisieren zudem, was Anleger entgeht, die dem Aufruf nicht folgen. Stünde ein solche Titelzeile auf einem populären Medium wie der Bild-Zeitung oder einer Illustrierten, wäre er ein klares Verkaufssignal. Denn wenn auch der letzte Zweifler zum Aktienkauf bewegt wurde, kann es danach nur noch abwärts gehen.

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„Dax 10.000“

Das Handelsblatt vom 18. Januar 2013

Dass eine altehrwürdige Tageszeitung sich mit einem solchen Titel weit aus dem Fenster lehnt, hat viele Börsenbeobachter überrascht. Extrem bullisch, auch wenn man hinterfragen muss, in welchem Zeitraum die 10.000 Punkte im Dax erreicht werden sollen. Weil das Handelsblatt sehr börsennah berichtet, ist der Titel nur ein schwacher Kontraindikator.

Unter den Einzelwerten sorgten die Geschäftsberichte zahlreicher Unternehmen für Bewegung: HeidelbergCement lagen mit einem Plus von drei Prozent auf den vorderen Plätzen. Die endgültigen Zahlen lägen zwar leicht unter den Erwartungen, bemängelten die Analysten der DZ Bank. Der Ausblick sei aber bestätigt worden, schrieben die Analysten in einer Kurzstudie.

Auch die Aktien von K+S waren beliebt und gewannen 1,86 Prozent. Der Düngemittel- und Salzkonzern rechnet angesichts des langen Winters für das laufende Jahr mit einem deutlich höheren Absatz von Auftausalz und geht deshalb für den Gesamtkonzern von einer "leichten Erhöhung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses aus".

Ein positiver Ausblick sorgte auch bei der Lufthansa für Rückenwind und schob die Titel um 3,62 Prozent an die Dax-Spitze. Die Fluggesellschaft will in diesem Jahr mit einem verschärften Sparprogramm den Gewinn steigern.

Kein guter Tag für Volkswagen
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27 Kommentare zu "Schlussbericht Börse Frankfurt: Dax schließt über 8000 Punkten"

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  • Die Fed hat die geplanten Kapitalmaßnahmen von Goldman Sachs und JPMorgan nur unter Auflagen genehmigt, da "signifikante" Schwächen festgestellt werden konnten, welche unmittelbare Aufmerksamkeit erfordern würden. Die Notenbank ging nicht näher auf die angesprochenen "Schwächen" ein.

  • No pain, no gain!

  • Dow heute wieder im Plus.War aber zu erwarten!Bsp.die AL-Zahlen gehen durch Frühjahrsbelebung,Konjunkturaufschwung usw. immer weiter zurück.Das war in Amerika fast immer im Frühjahr so.Trotzdem werden sie jüngst in der Prognose meist über den Vorwochenwert angesetzt-also gegen den Trend!Eine "pos.Uberraschung" mit entspr.Reaktionen an der Börse sind so mehr als wahrscheinlich(Wahrscheinlichkeit über 80%).Man kann das schon am WE in entsprechenden Portalen einsehen und sich darauf einstellen.Macht das Beste draus!

  • @X_Trader

    wenn alle so traden wie Sie,
    wer soll denn dann noch Gewinne machen ?
    Ok, Sie sind einer der Wenigen, die das beherrschen,
    warum posten Sie denn noch im HB ?
    Ok, Sie wollen auf den Arm.

  • Habgier, Raffgier, Habsucht oder Raffsucht ist das übersteigerte Streben nach materiellem Besitz, unabhängig von dessen Nutzen, und eng verwandt mit dem Geiz, der übertriebenen Sparsamkeit und dem Unwillen zu teilen.

  • "Die Gier ist immer das Ergebnis einer inneren Leere." - Erich Fromm

  • Wie meinen Sie das? Die Ratten nehmen Gewinne mit und fühlen sich wie Könige?

  • Deshalb muss es heute noch krachen!

  • Kennst du meinen Track-Record, dass du das beurteilen kannst ?

    Der einzige Unterschied ist, dass du bei einer IB als Senior-Trader das Delta-Risikolimit von mind. 15 Mio. € hast, und ich mit ca. 1,5 Mio. € intraday- VaR auskomme. Aber ich brauche auch nur 30 - 50 Punkte (je nachdem, ob ich mit 3 oder 5 Lots arbeite) in die eine oder andere Richtung um auf mein Tagesergebnis zu kommen. Als Senior-Trader bei der IB musste ich dagegen mind. 10.000 € pro Tag liefern.

  • @X_Trader

    5 Lots rauf, 5 Lots runter,
    hin und her fegt die Taschen leer.


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