Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax schließt unter 8300 Punkten

Schwache Bilanzdaten verdarben den europäischen Anlegern heute die Lust auf Aktien. Insbesondere der Chemiekonzern BASF und Siemens gerieten kräftig unter die Räder. Für große Furore sorgte zudem der Springer-Verlag.
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FrankfurtDie Enttäuschung über die Geschäftsentwicklung beim weltgrößten Chemiekonzern BASF sowie beim Großkonzern Siemens hat am Donnerstag den Anlegern an den europäischen Aktienmärkten die Stimmung verdorben. Der Dax verlor knapp einen Prozent auf 8298 Punkte. Der Euro Stoxx büßte 0,48 Prozent ein.

Zudem trennten sich Anleger von den als sicheren Häfen geltenden deutschen Staatsanleihen. Die Kurse der zehnjährigen Papiere fielen, entsprechend stieg die Rendite mit 1,687 Prozent auf den höchsten Stand seit über zwei Wochen. Der Euro notierte dagegen mit einem Plus von 0,25 Prozent bei 1,3230 Dollar deutlich in der Gewinnzone.

Der leichte Anstieg des Ifo-Geschäftsklima-Index im Juli tröstete kaum: "BASF wiegt schwerer als der Ifo-Index. Schließlich hängt gerade der Chemiekonzern an der Konjunktur, und das sind harte Fakten und nicht nur eine Stimmung", sagte ein Börsianer. Für Furore sorgte Axel Springer mit dem Verkauf einiger Traditionsblätter für rund eine Milliarde Euro.

Mehrere Analysten kündigten an, ihre Gewinnerwartungen für BASF - einen der schwersten Werte im Dax - zu senken. BASF hatte einen niedrigeren Betriebsgewinn als erwartet ausgewiesen. Konzernchef Kurt Bock hatte sich zugleich skeptischer als zuvor über den Geschäftsverlauf geäußert, auch wenn er seine Prognose für 2013 bekräftigte. "Das fühlt sich an wie eine Gewinnwarnung", sagte ein Händler. BASF büßten 4,5 Prozent auf 66,74 Euro ein. Auch die Aktien des Chemiekonzerns Lanxess kamen unter die Räder und verloren 2,77 Prozent.

Mit einer neuerlichen Gewinnwarnung sorgte Siemens-Chef Peter Löscher am Nachmittag schließlich für einen weiteren Schock an der Börse. Die Titel des Dax-Schwergewichts rauschten um fast 6,0 Prozent auf 78,62 Euro in den Keller. "Das war schon eine herbe Überraschung - und Enttäuschung", sagte ein Händler. Erst BASF, nun Siemens - zwei deutsche Großkonzerne, die nicht grade Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Konjunktur verbreiteten.


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Springer-Verlag mit Sensationsverkauf

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  • Auf die Amis ist Verlass. Gut wieder hoch gekauft und schwups wieder im Trendkanal. Ein Schluss unter 15.500 wurde ja verboten.

  • Mach Dir nichts draus: Morgen gibt es wieder neue Chancen - und Risiken. Viel Glueck dabei! Jedenfalls hast Du kein stupides overnightrsik genommen, wenn ich es richtig sehe?

  • Dzien dobre! Melde mich aus dem Urlaub:
    Per Limitorder aufgestockte Short-ETF-Position, jeweils mit dem gleichen Betrag rein (7950,8150,8350). Ziele somit 8150,7950,7750...
    Vola macht wieder Lust auf den VIX, eventuell gehe ich da morgen long.
    Do widzenia!

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