Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax strebt nach den 7.800 Punkten

Der Dax geht am Dienstag mit Gewinnen aus dem Handel. Die verbesserten Aussichten für die deutsche Wirtschaft versetzten viele Anleger in Kauflaune. Damit ist die Marke von 7.800 Punkten wieder zum Greifen nahe.
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FrankfurtUnerwartet optimistische Konjunkturerwartungen für Deutschland haben europäische Investoren am Dienstag zu Aktienkäufen animiert. Der Dax kannte am heutigen Handelstag nur eine Richtung und ging am Ende mit einem Kursplus von 1,62 Prozent auf 7.752 Punkte aus dem Handel. Die wichtige 7.800-Punkte-Marke ist somit wieder zum Greifen nahe.

Anleger und Analysten, die das Mannheimer Zentrum für Wirtschaftsforschung (ZEW) zur absehbaren konjunkturellen Entwicklung der größten Volkswirtschaft der Euro-Zone befragt hatte, waren im Februar so zuversichtlich gestimmt wie seit April 2010 nicht mehr. "Die Finanzmarktexperten haken das schwache vierte Quartal 2012 ab", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Sie gingen davon aus, dass der durch die Euro-Krise verursachte Gegenwind der deutschen Wirtschaft inzwischen weniger stark ins Gesicht blase als noch vor wenigen Monaten.

"Selbst wenn die Wirtschaft nur halb so stark anzieht, wie einige Indikatoren zuletzt haben hoffen lassen, sollten sich doch jegliche Ängste vor einer technischen Rezession in Deutschland nun verflüchtigen", sagte Volkswirt Carsten Brzeski von der ING. Die Hoffnung auf eine wieder in Fahrt kommende Wachstumslokomotive Deutschland übertrug sich auch auf andere Länder. So schaffte der französische Leitindex ein Plus von 1,45 Prozent, und die Börsen in Mailand und Madrid legten jeweils um gut ein Prozent zu. Europaweit besonders gefragt waren Chemiewerte.

Unter den hiesigen Einzelaktien sorgten vor allem die Nebenwerte für Gesprächsstoff: Der Dortmunder Baustoff-Milliardär Albrecht Knauf hat sich für mehr als 70 Millionen Euro bei Klöckner & Co eingekauft. Sein Unternehmen Knauf Interfer will im Stahlhandel auf Wachstumskurs gehen. Die Aktien verteuerten sich im MDax um 15, Prozent auf 10,88 Euro, den höchsten Stand seit April 2012. "Die Aktien sind sehr preiswert, daher kommt ein solcher Schritt nicht überraschend", sagt Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Ob dies allerdings der Auftakt zu einer Übernahme von Klöckner & Co sei, bleibe abzuwarten.

Deutlich zulegen konnten auch Dürr, die um knapp sechs Prozent auf 84,20 kletterten. Die Anleger honorierten die kräftige Erhöhung der Dividende auf 2,25 Euro von zuvor 1,20 Euro je Aktie. DZ-Bank-Analyst Jasko Terzic zeigte sich zudem beeindruckt von dem Zahlenwerk des Anlagen- und Maschinenbauers.


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  • Der elitenorientierte Neoliberalismus hat sich in den vergangenen Jahren wie eine Krake in der deutschen Medienlandschaft ausgebreitet. Auch dieser Handelsblatt-Beitrag reiht sich ein in die in den hiesigen Leitmedien zunehmend um sich greifende “marktkonforme” Berichterstattung. Bei dem vom Handelsblatt als “Investoren”, “Anleger” und “Analysten” titulierten Personenkreis handelt es sich um die Spitze der privaten und “institutionellen” Finanzmarkt-Spekulanten, die vom neoliberalen ZEW allmonatlich zum mit mathematischer Scheingenauigkeit ermittelten und mit viel Medien-Tamtam präsentierten ZEW-Glaskugel-Index befragt werden. Die “Zuversicht” dieser “Investoren” gründet in besonderem Maße in ihrer Hoffnung auf weiter ansteigende Börsenkurse. Steigende Börsenkurse gehen jedoch keineswegs automatisch mit verbesserten Aussichten für die Mehrheit der Bevölkerung Hand in Hand. Auch das Handelsblatt schwadroniert von der angeblichen “Wachstumslokomotive Deutschland”, obwohl das genaue Gegenteil zutrifft: Die hohen deutschen Außenhandelsüberschüsse mit den europäischen und außereuropäischen Staaten treiben in den spiegelbildlich unter Außenhandelsdefiziten mit Deutschland leidenden Staaten die Auslands- und Staatsverschuldung weiter in die Höhe und führen in diesen Staaten zu Wachstums- und Beschäftigungseinbußen. Der Handelsblatt-Beitrag erweckt zudem den Eindruck, der DAX sei am gestrigen Tag im europäischen Vergleich besonders stark angestiegen und dieser starke Anstieg habe sich auf die anderen europäischen Staaten “übetragen”. Dies widerspricht jedoch den Fakten: Der DAX stieg um 1,62 Prozent, der Euro-STOXX hingegen um 1,75 Prozent. Auch das Handelsblatt kann es nicht lassen: Immer und stets soll “Deutschland” als Klassenprimus präsentiert werden. Unsere Leitmedien gefallen sich scheinbar in ihrer Rolle als besserwisserische und egoistische Streber, die im Verein mit der Bundesregierung und den hiesigen neoliberalen “Wirtschaftsexperten” die Mehrheit der europäische

  • Immobilienkonzern Reyal Urbis: Spanische Megapleite würde auch Deutschland treffen-SPON von heute,ja,ja,alles super...

  • @Lasst_andere_arbeiten

    Fein, wie Sie Ihre Belassenheit sich selbst zu erklären suchen scheinen.

    Vermutlich trifft man solche Mentalproleten wie Sie an der Marina in MonteCarlo, dort also wo sich Belassenheit Ihr coming out zu garantieren scheint.

    Jedem Tierchen sein Plaisierchen.
    Nutten sind iwie aba auch langweilig oder?

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