Schlussbericht Börse Frankfurt: Dax verliert an Schwung

Schlussbericht Börse Frankfurt
Dax verliert an Schwung

Die Dax-Rally hat eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Gewinnmitnahmen sorgten am Montag an den deutschen Aktienmärkten für Kursverluste. Viele Börsianer bleiben aber weiherhin optimistisch gestimmt.
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FrankfurtNach dem starken Jahresauftakt haben einige Anleger am Montag Kasse gemacht. Ein kräftiges Kursplus der Finanzwerte verhinderte allerdings einen größeren Rücksetzer. Der Dax ging am Ende mit einem Minus von 0,56 Prozent auf 7.732 Punkte aus dem Handel. Auch bei Rohstoffen wie Öl oder Kupfer nahmen Investoren Gewinne mit.

Der europäische Bankenindex stieg unterdessen um bis zu 2,2 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 173,67 Punkten. Der Baseler Ausschluss für Bankenaufsicht hatte den Instituten vier Jahre mehr Zeit eingeräumt hatte, um ihre Liquiditätspuffer aufzufüllen. "Dieser Schritt verschafft der Branche etwas Luft zum Atmen", sagte KBC-Volkswirt Koen De Leus.

Innerhalb des Sektors gehörten die französische Credit Agricole, die Deutsche Bank, die italienische Unicredit und die britische Barclays mit Kursgewinnen zwischen 3,3 und 3,8 Prozent zu den Favoriten. Deutsche Bank markierten in der Spitze mit 36,44 Euro ein Neun-Monats-Hoch. Die Commerzbank-Aktien gewannen mehr als vier Prozent.

Den aktuellen Durchhänger des Aktienmarktes bezeichneten Börsianer als vorübergehend. "Der Investitionswille ist aber da", sagte ein Händler. "Alle wollen im Dax die 8.000 Punkte sehen." Die Analysten von HSBC erwarten an den globalen Aktienmärkten in diesem Jahr eine Rendite von rund 15 Prozent. Vor allem die lockere Geldpolitik der Notenbanken dürfte den Börsen weiter Auftrieb geben, urteilten die Experten. HSBC favorisiert europäische Aktien außerhalb Großbritanniens sowie Schwellenland-Titel.

Am Rentenmarkt erholte sich der Bund-Future etwas von seiner Talfahrt der Vorwoche und legte um 33 Ticks auf 143,08 Punkte zu. In den ersten drei Handelstagen 2013 hatte er rund drei Zähler eingebüßt. Eine Trendwende sei aber nicht in Sicht, betonte ein Börsianer. Daher müsse mit weiteren Kursverlusten des Terminkontraktes auf die zehnjährige Bundesanleihe gerechnet werden.


Im Rampenlicht stand neben den Banken auch Daimler. Einem Bericht der Internet-Seite "People's Daily Online" zufolge will die China Investment Corporation vier bis zehn Prozent der Anteile am Stuttgarter Autobauer übernehmen. Weder CIC noch Daimler China wollten sich zu diesem Thema äußern. Ein Insider sagte Reuters, der Bericht entbehre jeder Grundlage. Die Daimler-Papiere legten dennoch um knapp ein Prozent zu.

Eine Verkaufsempfehlung der Deutschen Bank machte den Versorgertiteln zu schaffen. RWE gehörten im Dax mit einem Abschlag von drei Prozent zu den größten Verlierern, Eon -Titeln gaben 1,69 Prozent nach. Es gebe weitere Risiken für die Gewinnentwicklung der Versorger in Zentral- und Nordeuropa, urteilten die Deutsche-Bank-Analysten.

Die im deutschen Kleinwerte-Index SDax gelisteten Titel von Air Berlin gaben 1,3 Prozent auf 1,53 Euro nach. Firmenchef Helmut Mehdorn hatte überraschend sein Amt aufgegeben. Sein Nachfolger wird den Angaben zufolge Wolfgang Prock-Schauer, der bei der Fluggesellschaft bislang die Streckenplanung verantwortet.

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  • Alle wollen die 8.000 sehen. Jawohl, alle, die investiert sind, aber kaum noch jemand will ihn dahin treiben.

  • interessant ist der kleine anstieg im DAX gerade eben um 14.14 um etwa 5 punkte.da ging die K+S 5 cent mit,aber innerhalb von einer halben sekunde war der "Anstieg" schon wieder wegradiert.kein Mensch wills,jeder will eigentlich nur raus.traurig wie man so was so kaputtmachen kann,aber wenn an das U. für Investoren nicht attraktiv genug gesatltet und nicht mal seine HP updaten kann?

  • "Gewinnmitnahmen" vor allem die Gewinne bei K+S die seit Anfang des Jahres angelaufen sind mit einer Performance von -8%.
    Man braucht gar nicht denken dass aktien was für die altersvorsorge sind.
    bissl long traden,bissl short traden.
    Wen eine aktie im 3 Jahresverlauf 30% verliert,während quasi alles steigt finde ich das "langfrist-denken" schon überholt.von 30€ auf 40€ und wieder zurück.meine Ubahn fährt auch nur vom einen ende zum andern.die gesamte Strecke kostet 2€ und wenn man auf der strecke nur 2Stationen mitnimmt kostet es ebenso nur 2€...was macht an dann?fährt für ein grösstmöliches ergbnis die gesamte strecke.
    Nochmal zu K+S...jeder weiss dass morgens in der eröffnungsauktion Druck draufkommt,warum dann kaufen?

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