Schlussbericht: Börse Frankfurt
Dax zum Börsenschluss im Plus

Zum Handelsende liegt der Dax leicht im Plus. Enttäuschende Daten zum US-Häusermarkt verhinderten höhere Gewinne. Aber es gibt auch Lichtblicke: Versorgeraktien legten nach einem Pressebericht zu. Die Gewinner und Verlierer im Überblick.

HB FRANKFURT Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Börsenschluss leichte Gewinne verzeichnen. Enttäuschende US-Daten zum Häusermarkt ließen am Nachmittag das Kursplus schmelzen. Der Leitindex Dax schloss 0,29 Prozent höher bei 4 707 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte ging fast unverändert mit plus 0,01 Prozent bei 5 485 Punkten aus dem Handel. Das Technologiewerte-Barometer TecDax konnte um 0,76 Prozent auf 594 Zähler zulegen.

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Der Markt ist richtungslos und sehr ruhig", umschrieb Händler Thomas Stengl von der Postbank das Geschehen an der Börse. Impulse von der Wall Street habe es nicht gegeben, und auch die Konjunkturdaten aus den USA seien unspektakulär. Positiv bewertete der Experte, dass beim Dax eine technisch wichtige Marke bei rund 4 650 Punkte gehalten habe.

Versorgeraktien steigen nach Pressebericht

Versorgertitel entwickelten sich dank positiver Nachrichten zu einer Übernahme und einer positiven Sektorstudie überdurchschnittlich. RWE gewannen 0,89 Prozent auf 56,43 Euro. Der Essener Energiekonzern darf nach einem Pressebericht den führenden niederländischen Versorger Essent übernehmen. Die EU-Kommission wolle an diesem Dienstag den Zukauf genehmigen und die Verhandlungen seien "konstruktiv" verlaufen, zitiert das "Handelsblatt" aus Brüsseler Kreisen.

Darüber hinaus profitierten Versorgeraktien europaweit von einer Branchenstudie. Die Experten von JPMorgan hatten am Morgen den Sektor mit Verweis auf die unterdurchschnittliche Entwicklung seit Jahresanfang von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft. E.ON verteuerten sich um 1,81 Prozent auf 25,33 Euro.

Auch andere Analystenkommentare sorgten im Dax für Bewegung. Salzgitter-Aktien waren mit plus 3,77 Prozent auf 59,96 Euro Favorit der Anleger. Die UBS stufte die Titel des Stahlkonzerns von "Sell" auf "Neutral" hoch, senkte aber das Kursziel von 65,00 auf 64,00 Euro. Der deutliche Kursrutsch seit Anfang Juni und seine leicht angehobenen Gewinnschätzungen seien die Gründe für seine neue Anlageempfehlung, schrieb Analyst Andrew Snowdowne in einer Branchenstudie. Zudem hat sich laut Medienberichten die Auftragslage bei Salzgitter im Juni stabilisiert und diese Entwicklung sollte sich im Juli fortsetzen. Ein Händler sagte: "Diese Nachrichten sind nicht neu, bestätigen aber, dass der im Mai sichtbar gewordene Trend sich im Juni ungebrochen fortsetzt."

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