Schlussbericht Börse Frankfurt
Der Dax schließt annährend auf Vortagesniveau

Neue Sorgen um die Euro-Schuldenkrise haben den Dax leicht belastet. Große Kursverluste vom Vormittag konnten im Handelsverlauf korrigiert werden. Seit Dienstag büßte der deutsche Leitindex somit knapp 4 Prozent ein.
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FrankfurtVor den Osterfeiertagen haben die Anleger an Europas Aktienmärkten keine großen Sprünge mehr gewagt. Nach dem Ausverkauf vom Vortag erlebte der Dax am Gründonnerstag eine Achterbahnfahrt und schloss 0,1 Prozent im Minus bei 6775,26 Zählern.

Damit schließt der deutsche Leitindex in dieser Woche zum dritten Mal hintereinander im Minus. Die zweite Reihe präsentierte sich dagegen deutlich fester. Der MDax gewann knapp ein Prozent auf 10 617 Punkte, der TecDax konnte um 0,9 Prozent auf 782 Punkte leicht zulegen.

In der zu Ende gehenden, wegen des Karfreitags ebenfalls verkürzten Handelswoche, hat der Dax seit Dienstag knapp vier Prozent eingebüßt. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus aber immer noch auf gut 15 Prozent. Wie viele andere Experten hält auch Wallner die Kurseinbrüche der vergangenen Tage nicht für dramatisch. „Mit dem Rückschlag hatten wir gerechnet. Das tut dem Markt ganz gut“, meint der Experte. „Generell bin ich optimistisch für den Aktienmarkt. Ein Abrutschen der Kurse sehe ich nicht.“

Einen Dämpfer erhielt der Dax am Mittag, als die Produktionsdaten aus Deutschland veröffentlicht wurden. Die Unternehmen stellten im Februar 1,3 Prozent weniger her als im Vormonat. Analysten hatten nur ein Minus von 0,5 Prozent erwartet. Der Grund für die enttäuschenden Daten liege vor allem im Wintereinbruch, sagte Citigroup-Analyst Jürgen Michels. Die deutsche Industrie befinde sich in einer Schwächephase. „Es kann sein, dass die Wirtschaft im ersten Quartal noch mal schrumpft, aber danach sollte es wieder nach oben gehen.“

Ein Händler begründete die neuerlichen Kursverluste zudem mit der schlechten Stimmung am Bondmarkt, wo die spanischen Staatsanleihen weiter nachgaben, so dass die Renditen wieder in Richtung sechs Prozent anzogen. Die Anleihen hatten am Vortag zeitweise rund zwei Punkte verloren, nachdem Spanien bei einer Auktion nur so viel Geld hatte einnehmen können wie mindestens geplant. Die Analysten von Close Brothers Seydler warnten, den Verlauf der Auktion zu überschätzen. Schließlich habe die EZB an ihrem niedrigen Leitzins von einem Prozent festgehalten und dem Druck standgehalten, schon jetzt - wie von einigen gefordert - den Krisenmodus einer ultra lockeren Geldpolitik zu beenden.

Hinter diesem Hintergrund hat der Eurokurs seinen Abwärtstrend am Donnerstag beschleunigt. Die Gemeinschaftswährung fiel auf 1,3065 Dollar - den tiefsten Stand seit Mitte März. Händlern zufolge sei die Euro-Krise wieder verstärkt in das Bewusstsein der Anleger zurückgekehrt. "Erst sah es so aus, als ob wir mit der Geldspritze der EZB und dem Rettungspaket für Griechenland über den Berg gewesen wären", sagte ein Händler. Aber das sei wohl ein Trugschluss gewesen

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  • Zu viel geistiger Dünnschiss hier. Nicht lesenswert.

  • Wow, cooles Bild! Da sieht man doch endlich mal deutlich, dass der DAX erst bei 4000-4500 real steht und die Zacken das große Geldparken markieren. Alle parken mit und der Erste macht den Reibach beim Rausgehen, den letzten holt dann der Realwert ein, der auh in der Krise nie unterschritten wurde. Oder sehe ich das falsch?

  • Na gut, dann nenne ich Ihnen nächste Woche 3 Aktien, die im letzten Halbjahr extrem gut liefen.
    Obi ist aber nicht dabei :-)

    Frohe Ostern @ all!

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