Schlussbericht Börse Frankfurt
Neuer Risikoappetit belebt Dax

Der Dax schließt den zweiten Tag in Folge im Plus. Für Auftrieb sorgten positive Konjunkturdaten aus den USA. Auch eine Entspannung in der Krim-Krise stimmte die Börsianer positiv. Abwärts ging es dagegen für den Euro.
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FrankfurtPositive US-Konjunkturdaten haben am Mittwoch erneut für Optimismus an Europas Aktienbörsen gesorgt. Der Dax legte um 1,18 Prozent auf 9448 Punkte zu. Viele Börsianer hofften darauf, dass der globale Aufschwung an Fahrt gewinne, sagte Markus Huber, Analyst bei Peregrine & Black. „Zudem scheine sich die Situation zwischen Russland und dem Westen etwas zu entspannen, so dass sich die Investoren auch wieder verstärkt auf Konjunktur- und Unternehmensdaten konzentrieren können."

Genährt wurde die Kauflaune vor allem von der deutlich besseren Stimmung der US-Verbraucher. Sie war im März so gut wie zuletzt vor über sechs Jahren. Da der Konsum rund 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung ausmacht, gilt die Stimmung der Verbraucher als wichtiger Gradmesser für die Konjunktur in den USA. Positiv überraschte zudem der US-Auftragseingang für langlebige Güter - die Bestellungen zogen im Februar um 2,2 Prozent an. Analysten hatten nur mit einem Plus von einem Prozent gerechnet.

Dies gab den konjunkturabhängigen Werten in Deutschland Auftrieb. Der Stahlkonzern Thyssen-Krupp, der Düngemittel-Hersteller K+S und der Autobauer Daimler gehörten mit Kurgewinnen zwischen 2,9 und 2,2 Prozent zu den stärksten Werten der ersten deutschen Börsenliga.

Der wieder erwachte Risikoappetit vieler Anleger drückte den Goldpreis am Mittwoch dagegen deutlich nach unten. Das Edelmetall verbilligte sich in der Spitze um 0,7 Prozent auf 1300,09 Dollar je Feinunze - der Preis notierte damit so niedrig wie seit Mitte Februar nicht mehr.

Derweil nahm auch die Furcht der Investoren vor Beeinträchtigungen der Weltwirtschaft durch die Krim-Krise ab. Schärfere Sanktionen gegen Russland will der Westen nur ergreifen, wenn der russische Präsident Wladimir Putin nach der Eingliederung der Krim in sein Land weiter in der Ukraine vorgeht. Auch ein Treffen des russischen Außenministers Sergej Lawrow mit seinem ukrainischen Kollegen Andrej Deschtschizia werteten Börsianer positiv.

Die beiden Leitindizes der Moskauer Börse legten jeweils mehr als zwei Prozent zu. Die russische Währung zog ebenfalls an. Dollar und Euro verloren jeweils etwa 0,4 Prozent auf 35,45 beziehungsweise 48,93 Rubel.


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