Schlussbericht Börse Frankfurt
Zinssorgen belasten den Dax

Wann zieht die Fed die gelpolitischen Zügel wieder an? Die Verunsicherung über den Zeitpunkt der Zinswende drückte Europas Aktienbörsen heute tief ins Minus. Welche Dax-Aktien es besonders hart traf.
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FrankfurtDie Verunsicherung über den Zeitpunkt der Drosselung der ultra-lockeren US-Geldpolitik hat den Aktienbörsen am Donnerstag erneut zu schaffen gemacht. Der Dax gab am Ende, nach zeitweise noch deutlicheren Verlusten, 0,73 Prozent auf 8376 Punkte nach.

Angesichts der moderaten US-Inflation von zwei Prozent stehe die US-Notenbank Fed derzeit nicht unter Zugzwang, die geldpolitischen Zügel anzuziehen, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Gleichzeitig deute der Konjunkturindex der Fed von New York auf eine robuste Stimmung der dortigen Industrie hin. „Einige der Zahlen aus den USA sind zwar schlechter als erwartet ausgefallen, aber nicht so schlecht, dass eine Drosselung der US-Wertpapierkäufe auf die lange Bank geschoben wird“, sagte ein Börsianer.

Beginn und Umfang der Straffung seien nach den jüngsten Aussagen von Fed-Mitglied James Bullard aber unsicherer denn je, sagte Finanzmarkt-Experte Mike Ingram von der Investmentfirma BGC. Der Chef der Federal Reserve Bank von St. Louis hatte am Vortag gewarnt, eine vorzeitige Drosselung der Wertpapier-Käufe durch die Fed erhöhe die Gefahr einer Deflation. Darunter verstehen Ökonomen eine Spirale fallender Preise. Bullard ist im Offenmarktausschuss der US-Notenbank, der über die Geldpolitik entscheidet, stimmberechtigt.


Bislang kauft die Fed zur Ankurbelung der US-Konjunktur monatlich Anleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar auf. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte vor einigen Wochen angekündigt, den Geldhahn ab Jahresende langsam zudrehen zu wollen, sofern sich die US-Konjunktur weiter erhole.

Am Devisenmarkt setzten Investoren darauf, dass der Anfang vom Ende des sogenannten "Quantitative Easing" nicht in allzu großer Ferne liegt. Der Dollar-Index, der die Kursentwicklung zu Euro, Yen & Co. widerspiegelt, drehte ins Plus und notierte 0,2 Prozent fester. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel auf 1,3236 Dollar. Der Pfund profitierte dagegen von guten Daten aus der britischen Wirtschaft. Der Sterling stieg zum Dollar um knapp 0,5 Prozent.

Am Rentenmarkt liefen Anleger angesichts der Erholung der europäischen Konjunktur aus dem "sicheren Hafen" Bundesanleihen aus. Der Kurs der zehnjährigen Titel fiel auf 96,50 Punkte und lag damit so niedrig wie zuletzt im April 2011. Der Bund-Future notierte in der Spitze 102 Ticks tiefer auf einem Sieben-Wochen-Tief von 139,39 Zählern. Dank eines überraschend starken Wachstums in Deutschland und Frankreich ist die Wirtschaft der Euro-Zone im zweiten Quartal erstmals seit eineinhalb Jahren wieder gewachsen.


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  • ........................es schreit nach einem Crash, nach einem Ende dieser Zockersituation. Es muß deshalb bald ein Ende finden, damit nicht unnötig Kapital vernichtet wird. Es ist abartig was momentan passiert. Der Dow heute Abend mit über 230 Punkten im Minus, der Dax mit lächerlichen 61 Punkten. War doch immer die Angleichung DOW und Dax und jetzt dies. Also das wird nicht ohne Folgen bleiben. Wir werden einen Schlag ins Cantor erleben, von dem wir jetzt nur eine schwache Ahnung haben.........Es ist beängstigend.............

  • Ja, denke Du hast recht. Man muss ja nicht alles mitmachen.

    Schönen Abend!

  • Warte lieber. Morgen ist kleiner Verfall. Alles ist möglich.

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