Schlussbericht Börse Frankfurt
Zinsspekulationen machen Dax-Anleger nervös

Der Dax beendet den Tag zwar im Plus, von Stärke zeugte der heutige Kursverlauf aber nicht. Neue Zinsspekulationen sorgten für Unruhe auf dem Parkett. Negativmeldungen gab es erneut rund um K+S.
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FrankfurtKommt sie oder kommt sie nicht, die Zinssenkung der EZB? Viele Anleger rechnen zumindest mit einem Signal in diese Richtung und haben daher am Mittwoch europäische Aktien gekauft. Der Dax ging mit einem Plus von 0,35 Prozent bei 9040 Punkten aus dem Handel, der Euro Stoxx 50 gewann sogar 0,61 Prozent auf 3054 Zähler.

„Mit der EZB-Sitzung am Donnerstag und dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag stehen die Daten-Highlights für diese Woche noch bevor", erklärte ein Händler. Daher hielten sich viele Anleger bedeckt, gingen aber grundsätzlich von positiven Nachrichten aus. Der Euro, der zuletzt auf Talfahrt gegangen war, behauptete sich am Mittwoch über 1,35 Dollar. Unterstützt wurden Euro und Dax vom überraschend starken Auftragseingang der deutschen Industrie.

Im Dax stand mit K+S allerdings ein Verlierer im Fokus. Die Aktien büßten 3,72 Prozent auf knapp 20 Euro ein und hielten damit die rote Laterne. Moody's hatte die Bonitätsnote des Salz- und Düngemittelspezialisten um zwei Stufen auf Ramsch-Niveau "Ba1" gesenkt. „Der Schritt von Moody's kommt zwar nicht überraschend, aber schlecht ist die Nachricht allemal", sagte ein Händler. Belastend wirkten sich zudem enttäuschende Zahlen des kanadischen Konkurrenten Agrium aus. Das Unternehmen verbuchte im dritten Quartal einen deutlich rückläufigen Gewinn.

Auf der Gewinnerseite standen die Aktien der Deutschen Bank mit einem Plus von 0,61 Prozent. Unterstützt wurde der Kurs von Aussagen des für Regulierung zuständigen Vorstands Stephan Leitner, das Geldhaus sei für die EZB-Bilanzprüfung gut gerüstet. Größter Dax-Gewinner waren die Aktien von SAP mit einem Plus von 1,77 Prozent. Händler sprachen von charttechnischen Kaufsignalen.

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MDax den sechsten Tag in Folge mit Rekord

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  • @ fruehrentner
    zunächst Danke für die Wahrnehmung.
    Ist denke ich eine Definitionsfrage:
    Für mich sind heiße Turnaroundwerte allein von Hoffnungen geprägte WErte wie z.B. Abercrombiefitch, AMD, Aixtron usw. also Moden unterworfene WErte ohne ausdauerndes Geschäftsmodell. Ob es die in 10 Jahren überhaupt noch gibt muss man sehen. Manchmal veredienen die Geld, manchmal machen sie Verlust.
    K+S, Vale usw. sind meinetwegen schwächelnde Value WErte die eben aus wirtschaftlicher Großwetterlage temporär aus der Mode gekommen sind. Hier gehe ich aber davonaus, dass die an der Börse bleiben und in 5 Jahren deutlich höhere Kurse sehen. UNd nie vergessen, diese WErte verdienen trotz Flaute immer noch Geld.
    Im Gegensatz zu den Commerzbanks dieser WElt, wo der Kurs schon steigt, wenn die weniger Verlust machen als gedacht...
    Naja, so irgendwie würde ich das abgrenzen. Wobei wie immer: Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die ZUkunft betreffen.

  • Kauf oder Verkaufslimit? Lasse mich auch schon ein paar Tage einstoppen, da es ja irgendwie ähnliche Muster gibt.

  • Wieder hat sich gezeigt das keine meiner Aussagen stimmen.

    1. VOR Handelsbeginn immer Hoch und Tiefkurse = auch heute wieder beide während des regulären Handels.

    2. VOR Handeslsbeginn immer biligste Calltaxen = das ging gestern richtig schief und heute sind diese auch gerade billiger geworden.

    3. 08:00 immer bester Kurs = das war wirklich Quatsch

    aber das Casino bleibt geöffnet,jeder darf mitmachen, die Märkte sind technisch getrieben usw. ihr kennt das ja

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