Schlussbericht Börse Tokio
Japanische Börse tritt auf der Stelle

Die japanischen Börsen kamen am Dienstag kaum von der Stelle. Große Sprünge machte nur das Katastrophen-Unternehmen Tepco.
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TokioSolide US-Konjunkturdaten haben am Mittwoch auch den japanischen Aktienmarkt gestützt. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent höher mit 9574 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,2 Prozent auf 825 Zähler.

Deutlich spürbar an den asiatischen Börsen war aber weiterhin die europäische Schuldenkrise. Auch der Kurs des Euro blieb unter Druck. Für Unruhe sorgte, dass ein neues Rettungspaket für Griechenland in der Schwebe bleibt. Die EU-Finanzminister konnten in Gesprächen am Dienstagabend in Brüssel kein Ergebnis erzielen. Knackpunkt ist die Frage nach einer Beteiligung der Finanzwirtschaft an weiteren Hilfen.

In New York war der Der Dow-Jones-Index am Dienstag um ein Prozent geklettert. Anleger zeigten sich erleichtert, dass der US-Einzelhandel im Mai nicht so große Umsatzeinbußen hatte wie erwartet. „Der US-Markt stieg nach zuletzt starken Rückgängen, aber die Gewinne des Markts in Tokio sind nur mäßig, unter anderem weil kurstreibende Faktoren im Inland fehlen“, sagte Analyst Hikaru Sato von Daiwa Securities Capital Markets.

In Tokio fachten steigende Rohstoffpreise die Nachfrage nach Aktien aus dem Sektor an. Der Kurs des Ölkonzerns Inpex legte um 0,5 Prozent zu, die Papiere von JX Holdings gewannen 0,8 Prozent. Honda zogen um zwei Prozent an. Die Gewinnprognose des Autoherstellers blieb zwar hinter den Erwartungen zurück. Analysten bezeichneten den Ausblick aber als zu vorsichtig.

Die Aktien des Kernkraftwerksbetreibers Tepco stiegen zum zweiten Tag in Folge, und heute noch rasanter als gestern: 32 Prozent auf 329 Yen ging es nach oben. Seit dem Erdbeben am 11. März hatte das Papier 85 Prozent seines Wertes eingebußt. Es ist der größte Sprung nach Prozentpunkten, den Tepco während der letzten 36 Jahre erlebt hat.

Auch der Markt in Südkorea ging höher aus dem Handel. Singapur und Taiwan notierten wenig verändert. Shanghai, Hongkong und Australien lagen im Minus.

An den Devisenmärkten in Fernost fiel der Euro auf 1,4394 Dollar, nachdem er zuvor bis auf 1,4451 Dollar gestiegen war. Zum Yen gab die Gemeinschaftswährung auf 115,82 Yen nach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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