Schlussbericht
Börse Tokio schließt fester

HB TOKIO. Die Aktienbörse in Tokio hat am Montag fest geschlossen. Händler verwiesen auf die starken Zahlen zu den Maschinenauftragseingängen im Mai. Der Nikkei-225-Index gewann 1,6 Prozent auf 15 552,81 Zähler. Der breiter gefasste Topix legte 1,3 Prozent auf 1 594,07 Punkte zu.

Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Taiwan Hongkong und Singapurtendierten nach oben.

Einen Kursrückgang zu Handelsbeginn in Tokio hatten Analysten mit den schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten und Gewinnwarnungen von US-Firmen vom Freitag begründet. „Das ist nicht gut für japanische Firmen. Das bedeutet, dass die japanischen Exporte nicht viel Raum haben für Wachstum“, sagte Yutaka Shiraki von Mitsubishi UFJ Securities. Die USA sind ein wichtiger Markt für Japan. Die Auswirkungen würden aber gering bleiben, weil die japanischen Unternehmen niedrige Fixkosten und Lagerbestände hätten.

In die Gewinnzone brachte ein im Handelslauf veröffentlichter Bericht über Aufträge im Maschinenbau. Sie fielen im Mai mit 2,1 Prozent weniger als erwartet. Daraufhin legte Papiere des Roboterherstellers Fanuc 4,65 Prozent zu, die des Telekom-Unternehmens KDDI stiegen um 3,81 Prozent. Der Konzern hatte zuvor bekanntgegeben, dass er im Juni zum zweiten Mal in Folge so viele Kunden im Mobilfunkgeschäft wie noch nie gewonnen habe. Auch Banken gehörten zu den Gewinnern, da einem Bericht zufolge die Kreditvergabe im Juni so schnell wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr gewachsen ist. Mitsubishi UFJ Financial stieg 5,16 Prozent.

Die US-Börsen hatten am Freitag nach für Anleger enttäuschenden Konjunktur- und Unternehmensnachrichten Verluste verbucht. Der Dow-Jones-Index gab 1,2 Prozent auf 11.090 Punkte nach, der S&P 500 0,67 Prozent auf 1265 Zähler und Nasdaq Composite 1,16 Prozent auf 2130 Stellen.

Der Euro sank in Fernost auf Kurse um 1,2794 Dollar nach 1,2807 Dollar zuletzt in New York. Händler nannten Gewinnmitnahmen nach dem Höhenflug am Freitag als Grund. Zum Yen sank der Dollar auf den tiefsten Stand seit einem Monat: Die US-Währung fiel auf 113,59 Yen von 114,05 Yen. Den Rückgang des Dollar zum Yen begründeten Händler in Fernost ebenfalls mit den Arbeitsmarktdaten aus den USA vom Freitag.

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