Schlussbericht
Börse Tokio schließt sechsten Tag in Folge schwächer

Die Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag erneut Verluste verbucht. Vor allem Papiere aus dem Energie- und Rohstoffsektor rutschten ins Minus, nachdem die Preise für Edel- und Industriemetalle nachgegeben hatten.

HB SINGAPUR. Der Preis für Röhol fiel zeitweise unter 69 Dollar je Barrel. Der Dollar büßte anfängliche Gewinne zum Euro und zum Yen wieder ein.

In Tokio machten die Börse den sechsten Handelstag in Folge Verluste: Zunächst profitierte der Markt zwar von einer Abschwächung des Yen zum Dollar, drehte dann aber wieder ins Minus. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab knapp zwei Prozent auf 16 158 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix büßte 2,19 Prozent auf knapp 1 645 Zähler ein. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Südkorea, Singapur und Taiwan gaben nach.

Zu den Verlierern in Tokio zählten vor allem die Anteilsscheine von Bergbau- und Rohstoffunternehmen: Die Aktien von Sumitomo Metal Mining gaben 9,2 Prozent nach, die von Toho Zinc verloren ebenfalls rund neun Prozent schwächer. Auf mehreren Handelsplattformen in Großbritannien, aber auch in China waren zuvor die Preise für Kupfer, Aluminium, Gold und andere Metalle gefallen.

Marktteilnehmer gingen derweil aber davon aus, dass die Börse in Tokio nach den jüngsten Verlusten erst einmal Aufwärtspotenzial haben. Händler Ken Masuda von Shinko Securities sagte: „Die Aktienkurse erscheinen auf den derzeitigen Niveaus unterbewertet. Dieser Markt hat bis jetzt die Tendenz gehabt, in beiden Richtungen über das Ziel hinauszuschießen.“

Die Vorgaben aus den USA waren uneinheitlich: Der Dow Jones der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 11 428 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,3 Prozent zu auf 1 294 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 2 238 Zähler.

Bei den Devisen musste der Dollar im fernöstlichen Handel seine anfänglichen Kursgewinne zum Euro und Yen wieder abgeben.

Am Vortag hatte die US-Währung vom höchsten Tagesverlust beim Goldpreis seit sechs Jahren profitiert. Händlern zufolge strichen Anleger allerdings nur Gewinne ein. Die Marktteilnehmer gingen nicht davon aus, dass der Dollar seinen Abwärtstrend damit endgültig gestoppt hat. Der Euro lag bei Kursen um 1,2810 Dollar nach 1,2795 Dollar am Vorabend in New York. Der Dollar gab nach anfänglichen Gewinnen zum Yen wieder nach und kostete 110,19 Yen.

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