Schlussbericht Börse Tokio
Zinserhöhung lässt den asiatischen Markt kalt

Zu Handelsbeginn waren die japanischen Indizes noch den US-Börsen ins Minus gefolgt. Doch am Ende des Handelstages verzeichnete der Nikkei einen neuen Höchststand.

HB TOKIO. Nach der weithin erwarteten Zinsanhebung durch die US-Notenbank (Fed) haben die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch überwiegend im Plus tendiert. Zum Yen legte der Dollar deutlich zu, dagegen hatte die Zinserhöhung auf den Euro-Kurs keine starken Auswirkungen. Der Ölpreis blieb angesichts der weiter angespannten Sicherheitslage im Ölstaat Nigeria nahe der 66-Dollar-Marke. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss um 1,49 Prozent fester bei 16.938 Punkten - dem höchsten Stand seit August 2000. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,11 Prozent auf 1711 Stellen. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur und Südkorea legten zu, während in Hongkong Verluste verzeichnet wurden.

Die Fed hatte am Dienstag den Leitzins zum 15. Mal in Folge um 25 Basispunkte auf nunmehr 4,75 Prozent erhöht - was am Markt erwartet worden war. Allerdings signalisierten die Währungshüter überraschenderweise auch weitere Anhebungen. Dagegen hatten viele Experten gehofft, dass sich die Phase der Zinserhöhungen dem Ende zuneigen könnte. Die US-Börsen drehten daraufhin ins Minus: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,85 Prozent auf 11.154 Zähler, der breiter gefasste S&P-500-Index 0,64 Prozent auf 1293 Punkte und der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,48 Prozent auf 2304 Stellen. Die Andeutung von Fed-Chef Ben Bernanke, die Zinsen weiter anzuheben, werde die Märkte in den USA und weltweit beschäftigen, sagte Analyst Cho Seong Joon von Meritz Securities.

In Tokio waren nach der Konsolidierung der US-Währung vor allem Exportwerte und Aktien der Technologieunternehmen gefragt. Papiere von Advantest legten etwa um 3,9 Prozent zu, die von Tokyo Electron um 3,4 Prozent. Anteilsscheine von Yahoo Japan verteuerten sich um 7,6 Prozent. Aus Kreisen war verlautet, die Firma werde einen indirekten Anteil an einer Online-Bank erwerben.

Der Euro wurde mit 1,2017 Dollar bewertet, nach 1,1997 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar kostete 117,68 Yen nach 117,93 Yen in den USA. Der Preis für Gold gab nach und lag bei 562,25 Dollar. Vor der Fed-Zinsentscheidung hatte er noch bei 569,10 Dollar gelegen.

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