Schlussbericht
Dax-Anleger haben Angst vor dem Höhenflug

Nach einem kurzen Ausflug des Deutschen Aktienindex Dax auf knapp 5 470 Punkte hat der Mut die Investoren nach Aussagen von Händlern am Donnerstag wieder verlassen. Am Ende des vorletzten Handelstages legte der Dax nur leicht zu.

HB FRANKFURT. „Anscheinend haben manche Anleger dann doch Höhenangst bekommen“, sagte ein Frankfurter Händler. Zuvor war das wichtigste deutsche Börsenbarometer auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren geklettert und hatte die psychologisch wichtige Marke von 5500 Punkten anvisiert. Zeitweise habe der kurzzeitig über 60 Dollar je Barrel (rund 159 Liter) gestiegene Ölpreis auf die Stimmung gedrückt, hieß es.

Der deutsche Leitindex ging bei 5458,58 Punkten 0,21 Prozent über dem Niveau des Vortages aus dem Handel. Börsianer beklagten wie in den vergangenen Tagen die extrem dünnen Umsätze. „Der Markt ist extrem umsatz- und richtungslos, die Vorgaben von außen sind die Stützfaktoren“, sagte Marktstratege Christian Schmidt von Helaba Trust. „Der Markt dümpelt dem Jahresende entgegen.“ Die institutionellen Anleger hätten ihre Bücher für dieses Jahr geschlossen. Anfang Januar rechnet der Stratege aber mit einem kräftigen Nachfrageschub und „frischer Liquidität“.

Da zahlreiche Fonds in den letzten Handelstagen des Jahres ihre Portfolios von schwachen Aktien leerten und gut gelaufene Titel noch nachkauften, seien die meisten Bewegungen des Marktes - wie etwa die Gewinne von TUI und Continental - von diesen technischen Faktoren bestimmt, hieß es. TUI-Aktien stiegen um 1,33 Prozent, Continental-Papiere legten knapp 1,6 Prozent zu. Auch Papiere des Dax-Schwergewichts Siemens waren gefragt und legten knapp 1,4 Prozent zu.

Die noch am Morgen nach der Ankündigung von höheren Dividenden gefragten Papiere von Allianz und Münchener Rück fielen im Tagesverlauf zurück. Der weltgrößte Rückversicherer will ungeachtet einer Belastung des Nachsteuergewinns von 1,5 Milliarden Euro durch die Sturmschäden des vergangenen Herbstes seine Ausschüttung für das abgelaufene Jahr um mehr als die Hälfte auf 3,10 Euro je Aktie anheben. Die Aktie legte zuletzt um 0,08 Prozent auf knapp 116 Euro zu.

Auch die Allianz kündigte die Anhebung ihrer Dividende an. Außerdem will der Finanzkonzern den Reingewinn in den kommenden drei Jahren um ein Drittel auf knapp sechs Milliarden Euro steigern. Für die zum Konzern gehörende Dresdner Bank erwartet die Finanzgruppe allerdings einen Gewinnrückgang. Allianz-Papiere verbilligten sich um 0,2 Prozent auf 129,10 Euro zu.

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