Schlussbericht
Dax schließt kaum verändert

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag trotz einer Flut an Unternehmenszahlen nur wenig von der Stelle bewegt. Die Konjunkturdaten aus den USA gaben den Börsen ebenfalls kaum Impulse. Kursgewinne der Index-Schwergewichte Eon und HVB gaben Unterstützung.

HB FRANKFURT. Der Leitindex schloss bei 5 016 Punkten, ein dünnes Plus von knapp 0,1 Prozent. „Die Stimmung am Markt ist eigentlich ganz gut, die Quartalsberichte waren insgesamt in Ordnung“, sagte Manfred Gröschel, Händler bei Merck Finck. „Das Problem ist, dass niemand so recht weiß, wie es am Markt weiter geht.“ Außerdem neige sich die Berichtssaison langsam dem Ende zu. Am Freitag werden Quartalszahlen des Versicherers Allianz erwartet.

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Größter Gewinner im Dax waren die HVB-Aktien mit einem Aufschlag von vier Prozent auf 25,15 Euro. Die vor der Fusion mit der italienischen Großbank UniCredito stehende Bank hatte mit ihrem Quartalsgewinn die Markterwartungen übertroffen. „Die HVB ist auf dem Weg der Besserung, das zeigt die operative Entwicklung. Über den Berg ist sie aber noch nicht“, sagte Analyst Dieter Hein von FaiResearch.

Gefragt waren auch die Aktien von Eon, die um rund ein Prozent auf 75,69 Euro stiegen. Der Energieversorger hatte mit seinen Neun-Monats-Zahlen die Markterwartungen erfüllt. BHF-Bank-Analyst Gregoire Majoros beschrieb die Zahlen als „ziemlich in line“. Große Überraschungen seien zunächst nicht zu erkennen.

Ein Plus von 0,5 Prozent auf 62,33 Euro verbuchten die Papiere von Siemens. „Der Markt ist erleichtert, dass Siemens die selbst gesteckten Ziele erreicht hat“, sagte Analyst Theo Kitz vom Bankhaus Merck Finck. Die Sorgenkinder unter den Konzernsparten hatten Siemens im abgelaufenen Geschäftsjahr einen herben Gewinneinbruch beschert. Bereinigt um abgegebene Bereiche übertraf der Ertrag aber die Schätzungen der Analysten.

Lufthansa und Tui überzeugen nicht

Die Lufthansa konnte die Investoren dagegen mit ihrem Zwischenbericht nicht überzeugen: Die Aktien gaben um 2,6 Prozent auf 11,45 Euro nach. Händler machten dafür auch den nach ihrer Einschätzung nur vagen Ausblick verantwortlich. „Die Zahlen waren in Ordnung, aber es gibt keine positive Überraschung. Einige hatten sich wohl mehr erhofft“, sagte ein Börsianer.

Auch Tui gaben nach der Vorlage ihres Zwischenberichts gegen den Markttrend 2,4 Prozent nach. Händler begründeten dies mit technischen Faktoren.

Größter Verlierer im MDax waren die Aktien von Hannover Rück, die um 5,4 Prozent einbrachen. Mit ihrem Quartalsergebnis hatte der weltweit viertgrößte Rückversicherer angesichts hoher Sturmschäden in den USA die Markterwartungen massiv verfehlt. Hannover Rück nahm zudem die Prognose für das Gesamtjahr endgültig zurück. Die Analysten der HVB reagierten prompt und stuften die Aktien auf „underperform“ von „outperform“ ab.

Mit einem Abschlag von 3,5 Prozent reagierten die Aktien von Medion auf einen Gewinneinbruch im bisherigen Jahresverlauf. Im SDax brachen nach einer gesenkten Gesamtjahresprognose die Aktien des Kunststoff-Spezialisten Masterflex um rund 17 Prozent ein. Die Analysten von Dresdner Kleinwort Wasserstein stuften die Aktien auf „Reduce“ herunter.

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