Schlussbericht
Europäische Märkte von Unsicherheit geprägt

Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag knapp behauptet geschlossen. Sie zeugten damit von der herrschenden Unsicherheit, ob die Korrektur beendet ist oder sich fortsetzen wird.

HB FRANKFURT. In einem Monat sei Jahresultimo, und damit Stichtag für die Vorlage der Jahresperformance, merkte ein Händler an. Damit stünden Fonds wie auch Versicherer nun in der Entscheidung, die schwächeren Kurse zum Einstieg zu nutzen - oder mit Blick auf die erwartende Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den USA sich vor Jahresultimo von Positionen zu trennen.

Die US-Konjunkturdaten wurden als Fragmente der Undeutlichkeit interpretiert. So fielen die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter und das Verbrauchervertrauen teilweise deutlich niedriger als erwartet aus, während die Angaben zu den Verkäufen bestehender Häuser über den Prognosen lagen. Der für den Konsumausblick interessante Erwartungsindex sank im November zwar von 91,9 auf 89,2 Punkte, habe damit aber nahezu exakt dem Durchschnitt dieses Jahres entsprochen, merkten Volkswirte an. Die Stimmungsdaten seien daher weiterhin mit einer moderaten Konsumdynamik vereinbar und deuteten keinesfalls auf einen Konsumabbruch hin. Der Euro-Stoxx-50-Index 3 auf 3.975 Punkte, während der Stoxx- 50 um 0,1 Prozent bzw 5 auf 3.592 Zähler nachgab.

Versorger machen durch Übernahmeangebot auf sich aufmerksam

Die Versorger entwickelten sich mit einem Abschlag von 0,8 Prozent zwar ehern schwach, machten aber durch neue Nachrichten auf sich aufmerksam. Das bereits seit Tagen erwartete Gebot der spanischen Iberdrola für Scottish Power fiel mit 777 Pence unterhalb der vom Markt erwarteten 800 Pence ausgefallen. Zudem liege der Bar-Anteil des Gebots mit 400 Pence recht niedrig, hieß es. Viele Marktteilnehmer seien im Vorfeld in Scottish Power „long“ gegangen und würden nun diese Positionen wieder glattstellen. Iberdrola fallen um 2,1 Prozent auf 32, 06 Euro, Scottish Power um 0,8 Prozent auf 740 Pence.

Versicherer erholen sich etwas

Die Versicherer lagen mit 0,8 Prozent im Plus. Sie erholten sich damit von den vorangegangenen Abschlägen. Unter anderem stieg die zuletzt arg gebeutelte Aktie der Münchener Rück um 0,6 Prozent auf 121,75 Euro. AMB Generali hat beschlossen, dass ihre wichtigste Tochtergesellschaft AachenMünchener den Ausschließlichkeitsvertrieb bis 2008 an die DVAG abgibt. Die Analysten der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bewerteten diesen Schritt kurzfristig als sinnvoll. Dadurch werde die überaus erfolgreiche Kooperation zwischen den beiden Unternehmen vertieft. Zudem würden sich Kosteneinsparungen ergeben. AMB Generali schlossen mit 108,35 Euro praktisch unverändert.

Technologiewerte durch Nokia belastet

Schwach schlossen mit einem Prozent Abschlag dagegen die Technologiewerte. Die Aktie von Nokia reagierte auf die Aussagen zur zukünftigen Margenentwicklung mit einem Minus von gut 1,6 Prozent. Die operative Marge werde in den kommenden ein bis zwei Jahren auf 15 Prozent nach bisher 17 Prozent sinken, teilte das Unternehmen mit. Diese Entwicklung sei allerdings Nokia-spezifisch, so ein Händler. Die Aussagen zum Volumenwachstum auf dem Handymarkt für 2007 auf bis zu 10 Prozent läsen sich dagegen gut. Ericsson fielen um 0,2 Prozent auf 26,65 Euro.

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