Schlussbericht Frankfurt
Anleger ziehen sich zurück

Unsicherheit über das Ausmaß der Krise am US-Hypothekenmarkt und schwache Geschäftszahlen von US-Branchengrößen haben die Anleger am Freitag zu Aktienverkäufen veranlasst. Für Verstimmung sorgte auch die Münchener GPC Biotech.

HB FRANKFURT. Der deutsche Leitindex Dax schloss vor dem Wochenende 1,46 Prozent im Minus bei 7874,85 Punkten. „Die in den USA vorgelegten Quartalszahlen von Microsoft und Google haben nicht überzeugt und bremsen die Kaufbereitschaft der Anleger“, sagte ein Händler.

Ein anderer Börsianer sprach von einer Warnung des australischen Hedge-Fonds Basis Capital vor hohen Verlusten, die für Vorsicht bei den Anlegern sorge. „Jede negative Meldung wird momentan aufmerksamer beobachtet als eine positive“, sagte er.

Zu den größten Verlierern im Dax gehörten daher auch Werte aus dem Finanzsektor. Die Papiere der Deutschen Bank fielen um 2,2 Prozent. Deutschlands größte Bank ist angeblich eines von acht Gläubigerinstituten von Basis Capital, der seine Anleger auf Verluste von bis zu 50 Prozent eingestellt hatte.

„Nachdem im Zuge der US-Immobilienkrise schon zwei Hedge-Fonds ins Trudeln geraten sind, sind die Leute jetzt sehr sensibel“, sagte ein Börsianer. Unter Druck standen auch Commerzbank, deren Aktien 2,8 Prozent an Wert verloren.

Am kleinen Verfallstag an den Terminmärkten waren die Papiere des Autobauers VW mit einem Plus von 0,2 Prozent der einzige Gewinner im Dax. Händler begründeten das Plus mit einer angeblichen Umstrukturierung der Nutzfahrzeugsparte. Einem Magazinbericht zufolge will Konzernchef Martin Winterkorn sie aufspalten: Die leichten Nutzfahrzeuge sollten in die Pkw-Sparte integriert, der Rest mit dem Lkw- und Buswerk in Brasilien der geplanten Allianz mit MAN und Scania zugeschlagen werden. „Das kommt offenbar gut an“, sagte ein Händler.

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