Schlussbericht Frankfurt
Banken ziehen Dax ins Minus

Weitere Milliardenabschreibungen bei der größten Bank der Welt, der Citigroup, haben zum Auftakt der neuen Handelswoche für Kursverluste am Aktienmarkt gesorgt. Zu den größten Verlierern im Dax zählten Banktitel, allen voran die Aktie der Postbank.

HB FRANKFURT. Die meisten deutschen Aktien haben am Montag nach negativen Nachrichten aus dem Bankensektor im Minus geschlossen. Der Leitindex Dax verlor 0,53 Prozent auf 7807,55 Zähler. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 1,54 Prozent auf 10 259,53 Punkte nach unten, und der Technologiewerte-Index TecDAX sank um 0,74 Prozent auf 1002,63 Zähler.

Ohne die Verluste bei den Geldinstituten wäre der Dax aber mit einem Gewinn aus dem Handel gegangen, sagte Analyst Frank Geilfuß vom Bankhaus Löbbecke. Grund dafür sei die Vorfreude der Anleger auf die Quartalszahlen vieler Indexschwergewichte in den kommenden Tagen, die überwiegend positiv gesehen werden.

Die Citigroup musste wegen der Kreditkrise bis zu elf Milliarden US-Dollar zusätzlich abschreiben, woraufhin Unternehmenschef Charles Prince zurücktrat. Deutsche Bankenwerte reagierten mit Abschlägen: Die Aktien der Postbank waren mit minus 4,77 Prozent auf 44,90 Euro Schlusslicht im Dax - hier belastete zusätzlich eine Kurszielsenkung von Goldman Sachs. Titel von Hypo Real Estate verloren 2,91 Prozent auf 38,10 Euro, und Papiere der Deutschen Bank sanken um 2,11 Prozent auf 85,16 Euro.

Aktien der Münchener Rück verloren nach Zahlen 1,84 Prozent auf 128,23 Euro. Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer hat im dritten Quartal operativ einen stärkeren Gewinnrückgang verzeichnet als von Experten erwartet. Siemens hingegen gewannen als einer der besten Werte im Dax 1,12 Prozent auf 93,95 Euro. Händlern zufolge positionieren sich einige Anleger bereits vor den am Donnerstag anstehenden Quartalszahlen.

Im MDax gaben Aktien des Duft- und Geschmackstoffe-Spezialisten Symrise trotz besser als erwartet ausgefallener Quartalszahlen 4,15 Prozent auf 19,84 Euro ab. Ein Händler begründete die Kursverluste mit Gewinnmitnahmen nach den positiven Nachrichten. Titel von EADS verloren 3,80 Prozent auf 22,02 Euro. Die Verzögerungen bei der Militärtransportmaschine A400M kosten den Luft- und Raumfahrtkonzern zusätzlich bis zu 1,4 Milliarden Euro.

Papiere von Leoni verloren mit 0,23 Prozent auf 42,90 Euro und damit weniger als der Markt. Laut Händlern ist die Quartalsbilanz „ordentlich“ ausgefallen. Papiere von Altana gewannen hingegen 1,57 Prozent auf 16,78 Euro. Analysten bewerteten die Quartalszahlen positiv.

Bei den Technologiewerten büßten SolarWorld als schwächster Wert im TecDax 4,40 Prozent auf 44,37 Euro ein. Der Solarkonzern hat nach einem geringer als von Experten erwartetet ausgefallenen Umsatzanstieg im dritten Quartal die Prognose für das laufende Jahr bestätigt und eine Anhebung der Dividende in Aussicht gestellt. Die Zahlen seien aber schwächer als erwartet ausgefallen, sagte ein Händler.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,16 (Freitag: 4,21) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,07 Prozent auf 115,60 Punkte. Der Bund Future gewann 0,11 Prozent auf 113,91 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4488 (Freitag: 1,4479) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,6902 (0,6907) Euro.

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