Schlussbericht Frankfurt
Bevorstehender Hexensabbat setzt Dax unter Druck

Die Nervosität der Anleger vor dem am Freitag anstehenden so genannten Hexensabbat, an dem der März-Terminkontrakt auf den Dax sowie die Optionen auf Index und Einzelwerte verfallen, hat einen Sprung des Deutschen Aktienindexes über die Marke von 5 900 verhindert.

HB FRANKFURT. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer schloss nahezu unverändert bei einem Stand von 5897,79 Punkten. „Es ist eine Fülle von Faktoren, die heute dazu führt, dass der Markt keine echte Richtung findet und knapp unter dem Niveau von Mittwoch herumdümpelt“, sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. „An erster Stelle steht der Verfallstermin morgen. Da die Kurse dann unberechenbar werden, nutzen viele Investoren heute die Gelegenheit zum Ausstieg.

Außerdem sind in den Kursen viele Vorschusslorbeeren enthalten, die die Unternehmen jetzt rechtfertigen müssen.“ Etwas Entlastung kam am Nachmittag von frischen US-Konjunkturdaten und von der Wall Street. In New York stiegen die Kurse trotz Berichten von den heftigsten US-Luftangriffen im Irak seit drei Jahren.

Über weite Strecken bildeten mit einem Abschlag von bis zu zwei Prozent die Aktien von Altana das Schlusslicht im Dax, obwohl der Pharma- und Spezialchemiekonzern nach einem Rekordjahr 2005 auch in diesem Jahr deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis prognostizierte. Im Handelsverlauf grenzte das Papier die Verluste ein und lag zum Handelsschluss noch 0,78 Prozent im Minus bei 49,31 Euro. „Am Morgen haben da einige noch Gewinne mitgenommen. Im Verlauf haben wir dann Zukäufe gesehen, weil sich viele Investoren doch darauf besonnen haben, dass Altana aus einer starken Position heraus den geplanten Konzernumbau angeht“, sagte ein Börsianer.

Die Aktien der Allianz verbuchten ein Minus von 1,61 Prozent und verbilligten sich auf 134,65 Euro. Der Finanzkonzern lag mit seinen Geschäftszahlen zwar im Rahmen der Prognosen, Analysten äußerten sich aber dennoch enttäuscht. „Die Dresdner Bank bleibt ein Problem für den Konzern. Die Frage ist, wie die Bank ihre Umsätze steigern kann“, sagte Sven Janssen vom Bankhaus Metzler.

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