Schlussbericht Frankfurt
Citigroup drückt Dax wieder ins Minus

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag nach einigem Auf und Ab im Minus geschlossen. Neue Abschreibungen im Zusammenhang mit der Subprime-Krise der US-Bank Citigroup belasteten den Markt. Bankwerte wurden infolge tiefer ins Minus gedrückt.

HB FRANKFURT. Der Dax verlor 0,12 Prozent auf 6721,17 Zähler, nachdem er am Nachmittag noch bis auf 6765 Punkte gestiegen war. Der MDax schloss mit 9510,19 Zählern unverändert. Der TecDax gab 0,08 Prozent auf 824,60 Punkte ab. „Der Markt ist vor dem großen Verfall am Freitag unentschlossen.

Zuletzt haben sich die schwer gewichteten Versorger wieder freundlich entwickelt - das sorgte für das Plus im Dax“, sagte ein Börsianer. Zuletzt hätten aber Meldungen über neue Abschreibungen im Zusammenhang mit der Subprime-Krise der US-Bank Citigroup im zweiten Quartal den Markt wieder belastet.

Bankwerte wurden denn auch im späten Handel tiefer ins Minus gedrückt. Die Titel der Deutschen Bank verloren 1,72 Prozent auf 60,48 Euro. Commerzbank gaben 1,71 Prozent auf 20,75 Euro ab. Postbank verloren 2,51 Prozent auf 57,99 Euro.

Aktien der Allianz kletterten um 0,34 Prozent auf 117,40 Euro. Marktteilnehmer verwiesen auf Neuigkeiten zur Dresdner Bank. Einem Bericht zufolge wirft die Deutsche Bank als Kaufinteressent einen Blick in die Bücher der zum Verkauf stehenden Allianz-Tochter. Dies war allerdings bereits schon in der vergangenen Woche in einem Medienbericht zu lesen. Darüber hinaus heiße es aktuell, dass auch die Banco Santander ein Kaufangebot für die Dresdner erwäge.

Die größten Kursbewegungen gab es allerdings in der zweiten und dritten Reihe. EADS verloren wegen des drohenden Verlustes eines milliardenschweren Tankflugzeug-Auftrags der US-Luftwaffe 3,16 Prozent auf 13,19 Euro. Analysten rechnen damit, dass die Vergabe nach der Entscheidung des US-Rechnungshofs neu aufgerollt wird. Im SDax rutschten KWS Saat um 10,00 Prozent auf 152,99 Euro ab.

Händler verwiesen auf einen Medienbericht, demzufolge der Saatguthersteller im kommenden Geschäftsjahr die Analystenprognosen beim operativen Gewinn verfehlen wird. Das Unternehmen bestätigte die Berichte - bekräftigte aber auch die Prognose für das im Juni endende Geschäftsjahr. Ein Analyst wies darauf hin, dass der Saatguthersteller „berühmt“ für seine konservativen Prognosen sei.

Wenig fulminant verlief der erste Börsengang im Prime Standard der Frankfurter Börse in diesem Jahr. Die Titel von GK Software - einem Spezialisten für Softwarelösungen - entfernten sich kaum von ihrem Ausgabepreis bei 21,00 Euro und schlossen ihren ersten Handelstag auf Xetra mit 21,10 Euro. „Das Umfeld ist zwar für den Börsengang nicht ideal“, sagte ein Börsianer.

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