Schlussbericht Frankfurt
Dax-Anleger hoffen auf raschen EZB-Eingriff

Der deutsche Leitindex hat ein kräftiges Plus erzielt und knapp unter der Marke von 7.100 Punkten geschlossen. Spekulationen auf ein Eingreifen der EZB haben den Markt gestützt. Spanien sammelt günstig frisches Geld ein.
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DüsseldorfDie anhaltende Zuversicht der Investoren hat den Dax erstmals seit März wieder nah an die Marke von 7.100 Punkten befördert. Der Leitindex schloss mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 7.089 Zählern. Der MDax zog insgesamt um 0,9 Prozent auf 11.255 Punkte an, nachdem er im Handelsverlauf sogar den höchsten Wert seit Juli 2007 erreicht hatte. Von seinem historischen Höchststand ist der Index mittelgroßer Werte damit nicht mehr weit entfernt. Der TecDax gewinnt bis zum Handelsschluss 0,6 Prozent auf 797 Punkte.

„Das Fundament der aktuellen Bewegung ist und bleibt die Hoffnung der Investoren auf den großen Wurf der Europäischen Zentralbank“, sagte Marktstratege Lars Kremkow vom Broker Activtrades. Die Anleger sähen die Zeit gekommen, dass die Währungshüter in Frankfurt den großen Worten zur Entschärfung der Schuldenkrise auch entsprechende Taten folgen ließen. Positiv habe eine vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ angestoßene Diskussion über mögliche Obergrenzen bei den Zinssätzen der Krisenländer gewirkt, hieß es am Markt. Auch Hinweise auf mögliche Zugeständnisse an Griechenland bei den zugesagten Milliardenhilfen habe es gegeben.

Spanien hat unterdessen erfolgreich den Kapitalmarkt angezapft und muss Investoren nicht mehr so hohe Zinsen bieten wie zuletzt. Das hoch verschuldete Land verkaufte Anleihen über rund 4,5 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Rendite für Papiere mit 18-monatiger Laufzeit fiel auf etwa 3,3 Prozent, nach rund 4,2 Prozent bei einer vorigen Auktion im Juli. Für Zwölf-Monats-Bonds sank die Rendite auf 3,07 Prozent, nach 3,92 Prozent. Die Nachfrage war bei beiden Anleihen deutlich größer als das Angebot. Die Emission der 18-Monats-Papiere war 4,0-fach (zuvor 3,7-fach) überzeichnet und die Emission der Zwölf-Monats-Papiere 1,9-fach (zuvor 2,2-fach) überzeichnet.

Kurz vor der Auktion kletterte der Euro über die psychologisch wichtige Marke von 1,24 Dollar. Die Gemeinschaftswährung notierte in der Spitze mit 1,2474 Dollar so hoch wie zuletzt Anfang August. "Eine wirkliche fundamentale Erklärung für die Kursbewegung sehe ich nicht", sagte ein Händler in Frankfurt. In London machten Händler technische Kaufsignale aus, nachdem die Gemeinschaftswährung die 55-Tage-Linie bei 1,2390 Dollar übersprungen habe. Zudem habe es Nachfrage asiatischer Zentralbanken gegeben.

Getragen von den EZB-Spekulationen setzten die Finanzwerte ihren Erholungskurs fort. Der Branchenindex für die Banken der Euro-Zone gewann zeitweise 0,9 Prozent. Spitzenreiter war die italienische Banca Monte dei Paschi di Siena (BMPS) mit einem Plus von 6,5 Prozent. Börsianer machten Deckungskäufe von Investoren, die auf einen weiteren Kursverfall gewettet hatten, für die aktuelle Rally bei den Papieren der ältesten noch bestehenden Bank der Welt verantwortlich. Anteilscheine der Deutschen Bank und Commerzbank zogen bis Handelsende um fünf und 3,8 Prozent an. Händler begründeten den Anstieg des Deutsche Bank-Titels unter anderem mit charttechnischen Faktoren.

Die Aktie sei zudem der Seismograph der Angst oder Entspannung, wenn es um die Euro-Schuldenkrise gehe, sagte ein Börsianer. Bei dem Thema sei man entspannter. Ein anderer Händler verwies darüber hinaus auf die schwachen Börsenumsätze: "Der Markt ist so blutleer, da kann man mit einer größeren Order schnell mal so eine Kursreaktion auslösen." An der Wiener Börse legten unterdessen die Aktien der Erste Bank um 2,8 Prozent zu.

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  • Solange die Menschen nicht wissen, wie das Geld und die Wurst gemacht werden, können sie besser schlafen, und von einem raschen EZB Eingriff träumen.

    Würden sie aber die Wahrheit kennen, sähe das schon ganz anders aus. Würde der Staat, wie es ihm eigentlich zustände, sein eigenes Geld aus der Luft schöpfen und dieses Monopol NICHT den Privatbanken überlassen,
    müsste er es sich nicht für teures Geld = ZinsesZins borgen und wir bräuchten dann ALLE KEINE Steuern zu bezahlen.

    Unser GANZES Leben wird also nicht von der Politik, sondern von den Banken bestimmt.

  • die schöne Momente eines Shorties in einem Bullenmarkt :-)

    Wieder rein zu 7103 und jetzt 7085. Das macht Spaß.
    Es ist immer entscheidend, wann man einsteigt und nicht
    vergißt bei einem Bullenmarkt wieder bald rauszugehen.
    Das alles bei doch sehr kurzen Zeitspanne.
    Für mich war es als Shorti heute ein richtig guter Tag.

    Für Morgen: ich hoffe der Bullenmarkt läuft noch richtig weiter!!

  • Beeindruckend wie DAX Stärke zeigt.
    Wenn viele meinen, der DAX sinkt oder stürzt ab, geht er nach oben.
    Für mich ist das kein Grund Short zu vergessen.
    ZB. bei über 7104 einsteigen und bei 7093 kann auch eine Shorti das Herz höher schlagen.
    Dennoch gilt äußerst kurzfristig ein- und aussteigen.
    Gegen den Markttrend hat es keinen Sinn sich zu positionieren.

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