Schlussbericht Frankfurt
Dax-Anleger üben sich in Vorsicht

Der Dax blieb trotz gestiegener Konsumlaune in Deutschland schwach. Im gesamten Handel gelang dem Leitindex kein Plus. Zu groß war die Sorge um die Banken, denn die Stresstest-Ergebnisse am Sonntag könnten überraschen.
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FrankfurtVor dem Stresstest-Wochenende sind die Anleger auf Nummer sicher gegangen. Nachdem sich der Dax in dieser Woche wieder etwas fangen konnte, nutzten Anleger am Freitag die Chance zum Kassemachen. Vor dem Hintergrund der am Sonntag veröffentlichten Stresstest-Ergebnisse der europäischen Banken hielten sich die Investoren zurück. Am Ende schloss der Dax in Frankfurt 0,7 Prozent leichter bei 8987 Punkten.

Der deutsche Leitindex pendelte im Handelsverlauf um die 9000-Punkte-Marke. Eine überraschend gute Kauflaune der deutschen Verbraucher konnte nur kurzzeitig helfen. So hat sich das Konsumklima für den November trotz der internationalen Krisen erstmals seit Juli wieder aufgehellt. Es stieg überraschend um 0,1 auf 8,5 Punkte, wie der Nürnberger Marktforscher GfK mitteilte. Zuletzt war das Barometer zwei Mal in Folge gesunken.

Nach einer relativ gesehen stabilen Handelswoche suchten Anleger angesichts der vielen Unsicherheitsfaktoren vorsichtshalber den Ausgang. „Nach Gewinnen von 700 Punkten seit dem jüngsten Zwischentief vor acht Handelstagen ist der Markt anfällig für eine kurze Pause“, kommentierte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Magazin Index-Radar.

Aber auch die zunehmende Bedrohung durch Ebola sorgte für Unruhe auf dem Parkett. So kam es schon am Donnerstag zu Kursverlusten, nachdem der erste Ebola-Fall in New York bekannt geworden war. Der Wall Street-Sichtlich begann dementsprechend belastet, doch zum Frankfurter Handelsschluss notierte der Dow-Jones-Index von starken Immobiliendaten getrieben 0,4 Prozent fester bei 16.743 Punkten.

Im Zentrum des Interesses standen weiterhin die europäischen Geldhäuser. Zwar hatte die Europäische Zentralbank (EZB) bereits am Vortag den 128 bedeutendsten Kreditinstituten in Europa die Ergebnisse des lang erwarteten Stresstests kommuniziert – doch erst am Sonntag werden die Ergebnisse um 12.00 Uhr offiziell verkündet. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg, die sich auf einen EZB-internen Kommunique-Entwurf berufen, sollen etwa 25 Banken den Stresstest nicht bestanden haben

Bafin-Chefin Elke König sagte in einem Medienbericht eine turbulente Schlussphase voraus. Es werde „noch den einen oder anderen Holperer“ geben. „Dass man bei 130 Banken und so vielen Angaben alle Daten im Template richtig eingetragen hat, grenzte ja an ein Wunder. Daher wird es vor der Publikation der Daten am Wochenende sicher noch die ein oder andere Korrekturschleife geben.“ Sie sollte Recht behalten.

In der zweiten Reihe pendelten die Werte zwischen moderaten und leichten Verlusten. Die Nebenwerte des MDax standen zum Schluss 0,4 Prozent schwächer bei 15.628 Punkten. Für den TecDax, der bei 1204 Zählern stand, ging es ebenfalls 0,4 Prozent runter. Europaweit ragten die Börsen ins moderate Minus - der Euro-Stoxx-50 verlor 0,4 Prozent auf 3023 Stellen

Ansonsten gab es für die Börsianer zum Wochenausklang nur wenig neue Impulse. Bereits am frühen Morgen hat der weltgrößte Chemie-Konzern BASF enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt. Zudem öffneten Air Liquide, Ericsson, Ford, der Börsenbetreiber Nasdaq sowie Procter & Gamble, UPS und Volvo ihre Bücher.

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  • Die 20 Tage-Linie in Verbindung mit der 9000-Marke wirkt bis jetzt wie ein Magnet. Groß absetzen konnte der Markt sich ja nicht. Und für 30,0 Punkte-Geschäfte hoch und runter mit 5 FDAXen reicht es allemal.

    (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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