Schlussbericht Frankfurt
Dax erobert 6 900-Punkte-Marke zurück

Der Dax hat zum Wochenausklang noch einmal zugelegt. Am Freitag hat der Leitindex erneut die Linie von 6 900 Punkten überschreiten können. Spitzenreiter waren Daimler-Chrysler. Auch bei Aktien aus der zweiten Börsenreihe griffen die Anleger am letzten Handelstag der Woche zu.

HB FRANKFURT. Der Dax schloss am Freitag 0,5 Prozent im Plus bei 6911 Zählern. „Es ist positiv, dass sich der Dax über der Marke von 6900 Punkten etabliert. Die 7000 Punkte bleiben im Visier“, sagte ein Händler.

Davon geht auch Marktanalyst Heino Ruland vom Brokerhaus Steubing aus: „Ich nehme an, dass der Dax nächste Woche die 7000-Punkte-Marke nehmen wird.“ Postbank-Aktienstratege Heinz-Gerd Sonnenschein ist etwas vorsichtiger: „Der Dax könnte über die 7000 lugen, ob er die Marke nachhaltig bricht, hängt aber vom Umfeld ab.“

Auch bei Aktien aus der zweiten Börsenreihe griffen die Anleger am letzten Handelstag der Woche zu. Der MDax kletterte um 0,4 Prozent auf 9998,5 Stellen. Der Nebenwerteindex schloss damit nur knapp unter der 10.000-Punkte-Marke, die er am Donnerstag erstmals geknackt hatte. Der Technologieindex TecDax stieg dank einem Kurssprung bei Nordex um 0,8 Prozent auf 848,9 Zähler.

Gekauft wurden zum Wochenausklang vor allem die Aktien von Daimler-Chyrsler, die sich um 3,2 Prozent auf 49,55 Euro verteuerten. Für den Kursanstieg machten Börsianer vor allem eine Kauf-Empfehlung der Citigroup verantwortlich. Zudem erhoffen sie sich, dass Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche bei der Vorlage der Geschäftszahlen am Mittwoch Klarheit darüber schaffen wird, wie die Restrukturierung bei Chrysler vorangetrieben werden soll.

Positiv nahmen Börsianer auch die Reduzierung des Daimler-Chrysler-Anteils an EADS auf. Für die Abgabe von 7,5 Prozent an dem krisengeschüttelten Luftfahrt- und Rüstungskonzern erhielt der Autobauer von privaten und öffentlichen Investoren 1,5 Milliarden Euro. Die im MDax gelisteten EADS-Titel schlossen 1,6 Prozent im Minus.

Im Sog von Daimler-Chrysler gewannen VW und BMW 1,6 beziehungsweise zwei Prozent. Nach Aussage von Händlern haben die Autowerte sich zuletzt schlechter entwickelt als der Gesamtmarkt und hätten daher Nachholbedarf.

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