Schlussbericht Frankfurt: Dax gibt Gewinne wieder ab

Schlussbericht Frankfurt
Dax gibt Gewinne wieder ab

Enttäuschende deutsche Konjunkturdaten und Unsicherheit über die Lage im Nahen Osten haben am Montag die Stimmung am deutschen Aktienmarkt getrübt. Der Dax hat die Gewinne im Laufe des Tages wieder abgegeben und schließt fast unverändert.

HB FRANKFURT. Der Dax, der am Vormittag fast ein Prozent auf knapp über 5700 Punkte zugelegt hatte, rutschte bis Handelsschluss auf 5666 Punkte ab und lag damit nur neun Zähler über dem Freitagsschluss.

Nach Angaben von Händlern belastete der unerwartete Rückgang des Auftragseingangs in der deutschen Industrie im Dezember die Stimmung. Analysten hatten mit höheren Orders gerechnet. Zudem sorgten Händlern zufolge die gewaltsamen Proteste in islamischen Ländern gegen Mohammed-Karikaturen für ein verhaltenes Geschäft. „Vor dem Hintergrund brennender Botschaften westlicher Länder in den arabischen Ländern halten sich sehr viele Anleger zurück“, begründete ein Händler den Umsatzrückgang im Dax auf 93 (Freitag 130) Millionen Aktien.

Die Einschätzungen über die weitere Kursentwicklung gehen auseinander. Während einige Börsianer in jedem Rückgang der Kurse eine Einstiegsmöglichkeit sehen, warten andere auf einen stärkeren Rückschlag und sprechen von zu starken Kursgewinnen in den vergangenen Wochen. Gewinnmitnahmen sahen Händler am Montag bei einigen der bisherigen Jahresfavoriten. So zählten die Post-Aktien, die seit Jahresbeginn fast 15 Prozent zugelegt haben, mit einem Minus von gut zwei Prozent zu den Verlierern.

Wenig verändert schlossen BASF-Titel mit 64,47 (minus 0,08) Euro. Der US-Katalysatorspezialist Engelhard empfiehlt seinen Aktionären weiter, das milliardenschwere Übernahmeangebot von BASF abzulehnen.

Die Preiserhöhungen der weltgrößten Speicherchip-Hersteller Samsung und Hynix sorgten vor allem bei Infineon für Kursgewinne. Die Aktien des Münchener Chip-Konzerns stiegen um 1,7 Prozent. Eine Kaufempfehlung der UBS hievte den Aktienkurs der Deutschen Bank um 1,5 Prozent nach oben. Im Schlepptau legten Commerzbank ebenfalls 1,5 Prozent zu. Händler sprachen auch von zunehmenden Spekulationen um eine Konsolidierung der Bankenlandschaft in Europa, die durch das Übernahmeangebot der französischen BNP Paribas für die italienische Banca Nazionale del Lavoro (BNL) ausgelöst worden seien.

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