Schlussbericht Frankfurt
Dax scheitert knapp an 6 100 Punkten

Der hohe Ölpreis und die haussierenden Rohstoffpreise können Dax und MDax nicht bremsen. Das Leitbarometer notierte zwischenzeitlich auf einem neuen Mehrjahreshoch, der Nebenwerteindex gar auf einem neuen Rekordstand. Börsianer sind skeptisch, ob die Indízes diese Stände halten können.

HB FRANKFURT. Unterstützt von kräftigen Kursgewinnen der Index-Schwergewichte BASF und Eon hat der Dax am Freitag zum dritten Mal in Folge zugelegt. Er scheiterte allerdings zum Schluss an der Marke von 6100 Punkten, die er im Tagesverlauf kurzzeitig übersprungen hatte. Der Leitindex beendete den Xetra-Handel 0,5 Prozent im Plus bei 6094,75 Zählern.

„Die Grundstimmung ist zwar weiterhin positiv, für weitere Kursgewinne fehlte es aber an den notwendigen Impulsen“, sagte ein Händler. „Die könnten nächste Woche kommen. Schließlich werden eine ganze Reihe von Unternehmen ihre Geschäftszahlen vorlegen.“ Unter anderem wollen Siemens, Bayer und DaimlerChrysler ihre Zwischenbilanzen präsentieren.

NordLB-Händler Heinz-Bernd Schmitz blieb dagegen skeptisch. Nach dem kleinen Verfallstermin an den Derivatebörsen rechne er für die kommende Woche eher mit rückläufigen Kursen. Am Freitagmittag verfielen Optionen auf Indizes, zum Xetra-Schluss waren Optionen auf einzelne Aktien an der Reihe.

Die Titel von BASF stiegen um bis zu 3,5 Prozent auf 69,90 Euro und haben damit in der zu Ende gehenden Handelswoche knapp neun Prozent zugelegt. „Im Vorfeld der Übernahme von Engelhard sind viele offenbar noch untergewichtet, da BASF bisher im Dax einer der Underperformer waren“, sagte ein Börsianer. Seit Jahresbeginn hat der Dax dreimal so stark zugelegt wie die Papiere des Chemiekonzerns.

Analyst Sven Dopke von M.M. Warburg vermutet, dass das Schweigen des US-Spezialchemiekonzerns zu möglichen weiteren Übernahmeofferten eine Grund für die Kursbewegung ist. „Dass Engelhard sich nicht zu weiteren Angeboten geäußert hat, lässt die Befürchtungen abebben, dass BASF seine Übernahmeofferte möglicherweise noch deutlich erhöhen muss“, fügte Dopke hinzu. BASF-Papiere schlossen 2,9 Prozent höher bei 69,49 Euro. Parallel dazu legten die Titel von Bayer zwei Prozent auf 35 Euro zu.

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