Schlussbericht Frankfurt
Dax schließt auf Jahreshoch

Der Dax hat die Marke von 6.100 Punkten geknackt. Unterstützt von kräftigen Kursgewinnen der Linde-Aktie hat er am Mittwoch auf dem höchsten Stand seit April 2001 geschlossen.

HB FRANKFURT. Der Dax ging mit einem Plus von 0,47 Prozent auf 6107,12 Punkten aus dem Handel. Der MDax für die mittelgroßen Werte stieg um 0,20 Prozent auf 8828,17 Zähler. Der TecDax gewann 0,14 Prozent auf 739,91 Punkte.

Für Bewegung sorgten mehrere Unternehmen mit Quartalszahlen. Die Aktien von Linde setzten sich nach der Vorlage von Zahlen mit plus 5,02 Prozent auf 72,95 Euro an die Dax-Spitze. Der Anlagenbauer und Gasespezialist hat im ersten Quartal bei einem Umsatzzuwachs operativ deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Händler lobten die Zahlen in ersten Reaktionen. Sie hätten die Markterwartungen weitgehend übertroffen, sagte ein Börsianer.

Anteilsscheine von Infineon Technologies stiegen nach der Vorlage von Zahlen um 1,16 Prozent auf 9,56 Euro. Der Halbleiter-Hersteller erzielte im zweiten Geschäftsquartal vor Steuern und Zinsen überraschend einen Gewinn. Der Umsatz lag ebenfalls über den durchschnittlichen Markterwartungen. Zudem verringerte sich der Fehlbetrag unerwartet deutlich. Infineon habe die durchschnittlichen Marktschätzungen auf allen Ebenen übertroffen, hieß es in einem Kommentar von Merck Finck & Co.

BASF-Aktien reagierten mit deutlichen Schwankungen auf die neuerliche Ablehnung des Übernahmeangebotes für Engelhard. Sie schlossen um 0,71 Prozent fester auf 69,05 Euro. Die Ablehnung sei vordergründig negativ zu werten, da eine Übernahme jetzt viel teurer werden könnte, sagten Händler. Allerdings profitiere die Aktie gleichzeitig davon, dass BASF nicht eine Übernahme um jeden Preis wolle.

Im MDax schlossen Praktiker nach zwischenzeitlichen Verlusten unverändert auf 23,95 Euro. Die Baumarktkette rutschte im ersten Quartal bei stagnierendem Umsatz tiefer in die roten Zahlen. Die Zahlen seien nicht gut, das habe Praktiker mit Hinweis auf das schlechte Wetter aber schon vorher angedeutet, sagten Händler.

Der Kurs des ehemaligen TecDax-Werts Dialog Semiconductor brach um 18,97 Prozent auf 2,05 Euro ein. Niederschmetternde Nachrichten hatten den Kursrutsch verursacht: Für 2006 erwartet der Chiphersteller rote Zahlen. Zudem kündigte er Abschreibungen in Millionenhöhe an.

Erfolgreich startete der Finanzdienstleister Dresdner Factoring an der Börse. Der erste Kurs des Börsenneulings wurde am Morgen auf Xetra bei 11,61 Euro festgestellt, der Schlusskurs bei 11,60 Euro. Damit lagen die Titel des Finanzdienstleisters leicht über dem am Vorabend festgelegten Ausgabepreis von 11,50 Euro. Dieser Preis hatte das untere Ende der Zeichnungsspanne von 11,50 auf 13,00 Euro markiert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%