Schlussbericht Frankfurt
Dax schließt unter 7.000 Punkte-Marke

Die Konjunktur in Vereinigten Staaten läuft nicht so gut wie erwartet. Das macht die Anleger hierzulande skeptisch. Sie gingen heute in Deckung und brachten den Deutschen Aktienindex in Bedrängnis.
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FrankfurtDie Stimmung an den Börsen bleibt auch am Mittwoch gedrückt. Für die Anleger gab es heute kaum Argument Aktien zu kaufen. Der Dax beendete den Handelstag 1,1 Prozent tiefer auf 6.999 Punkte und lag damit unter der psychologisch wichtigen Marke von 7.000 Punkten. Der MDax ging mit 1,2 Prozent auf 10.693 Punkte aus dem Handel und der TecDax sank um ein Prozent auf 794 Zähler.

Die neuen Zahlen zu den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter sollten am Nachmittag für eine deutliche Stimmungsaufhellung an den Börsen sorgen. Doch die Zuwachsraten erreichten nicht die prognostizierten Werte der Analysten. Die Experten hatten mit einer Verbesserung von drei Prozent gerechnet, die tatsächliche lag aber nur bei 2,2 Prozent. Zusammen mit den schwachen US-Konjunkturdaten von gestern vergrößerten die neuen Zahlen die Angst vor einem sich verlangsamenden US-Wirtschaftswachstum. Vielen Anleger stellt sich nun die Frage, ob vor dem Hintergrund einer schwächelnden US-Wirtschaft, Aktien weiter eine profitable Anlagemöglichkeit darstellen. Vor allem nach dem 20-prozentigem Anstieg des Dax seit Jahresanfang braucht es wirklich positive Nachrichten, damit weitere Kursanstiege gerechtfertigt werden können. „Offenbar haben die Investoren Angst vor der eigenen Courage bekommen“, sagte ein Händler.

Die US-Börsen konnten unter dem Eindruck der schwachen Zahlen der Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter nicht überzeugen. Der Dow Jones fiel nach Frankfurter Börsenschluss um 0,3 Prozent auf 13.154 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,5 Prozent auf 1.405 Zähler und der Nasdaq-100 notierte 0,3 Prozent schwächer auf 2.774 Punkte.

Der Euro verlor mit bekanntwerden der US-Zahlen im Vergleich zum Dollar an Wert. Am Abend bekam man für einen Euro 1,3294 US-Dollar, was ein Minus von 0,2 Prozent bedeutete.

Bei den Einzelwerten gehörten heute die Papiere von BMW und der Commerzbank zu den größten Verlieren. Sie verloren 1,8 Prozent auf 67,22 Euro beziehungsweise 2,5 Prozent auf 1,91 Euro.

Infineon hingegen stiegen zum größten Dax-Gewinner auf. Das Halbleiterunternehmen konnte von einer Erhöhung des Kursziels auf 9,50 Euro durch die Exane BNP profitieren. Das Papiere gingen mit einem Plus von 1,8 Prozent auf 7,69 Euro aus dem Handel.

Pharmawerte stellten heute für viele Anleger ebenfalls eine attraktive Investitionsmöglichkeit dar. Die defensiven Papiere von Fresenius und Fresenius Medical Care schlossen 0,5 und 1,5 Prozent fester. Händlern zufolge griffen Anleger hier zu, weil viele Aktien des Gesundheitssektors die Börsenrally zu Jahresanfang verpasst hätten und deshalb noch Nachholbedarf herrsche. Fresenius konnten in diesem Quartal bisher rund elf Prozent zulegen, FMC-Aktien haben sich mit einem Plus von 1,3 Prozent von allen Dax-Werten am schlechtesten entwickelt.

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Gagfah am Nachmittag Spitze im MDax

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  • Realität ist das, was man sich wünscht?

  • O faustum et felicem diem - bis bald, leser...

  • bedingt, wie wir es von mir kennen: mit dem letzten Hemd am Markt zu sein wirkte ja auch etwas marktunkonform imao.
    best 4 u n nice to ve had read u again: a la prossima^^

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