Schlussbericht Frankfurt
Dax schwächelt weiter

Ein erneuter Kursrutsch in Asien hat auch die Anleger an den deutschen Börsen verunsichert und den Dax zeitweise deutlich ins Minus gedrückt. Allerdings konnten die Indizes angesichts der guten Entwicklung an den US-Börsen ihre Verluste aus dem Handelsverlauf eindämmen. Auch Anlageexperten blieben gelassen.

HB FRANKFURT. Der Dax schloss ein Prozent niedriger bei 6535 Punkten, nachdem er zeitweise mehr als zwei Prozent verloren hatte. Nur wenige Werte aus den wichtigen Indizes am deutschen Aktienmarkt stemmten sich gegen den Abwärtstrend. Stärker als die Standardwerte gerieten der Technologieindex TecDax und der Nebenwerteindex MDax mit Abgaben von 2,2 und 1,6 Prozent unter Druck.

Trotz der zeitweise kräftigen Kursverluste des Dax blieben Anlageexperten gelassen. In einer Woche hat der wichtigste deutsche Börsenindex rund sieben Prozent verloren. „Die Anleger haben die rosarote Brille, die sie die ganze Zeit auf hatten, abgesetzt“, sagte Heinz-Gerd Sonnenschein, Aktienmarktexperte bei der Postbank. „Wir sehen eine Korrektur, aber ein Trend, dass wir in eine Baisse hineinlaufen, ist nicht in Sicht.“ Kapitalmarktanalyst Kai Stefani von der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors urteilte: „Asien hat zwar Schnupfen, aber alles in allem erleben wir gerade eher einen Sturm im Wasserglas als eine handfeste Krise.“

Für die Verunsicherung der Investoren machten Börsianer die massiven Kursverluste an den asiatischen Börsen verantwortlich. Den dortigen Aktienmärkten hatte unter anderem die Aufwertung des Yen zugesetzt. Die japanische Währung profitierte von der zunehmenden Risikoscheu der Anleger, die zur Auflösung so genannter Carry Trades führte.

Bei solchen Geschäften leihen sich Anleger Geld in niedrig verzinsten Währungen wie dem Yen und legen die Mittel in Hochzinswährungen wie Euro oder Dollar an. In Tokio beendete der Nikkei-Index den Handel mit einem Abschlag von 3,3 Prozent - der größte prozentuale Tagesverlust seit neun Monaten.

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