Schlussbericht Frankfurt
Dax verliert leicht an Boden

Auf dem deutschen Aktienmarkt haben am Donnerstag die Minuszeichen das Bild bestimmt. Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen nach jüngsten Aussagen der EZB verunsicherte die Anleger. Diese nahmen zahlreiche positive Geschäftszahlen von Unternehmen zum Anlass, Gewinne einzustreichen.

HB FRANKFURT. Der Dax beendete den Handel mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 5640 Zähler. In der Spitze war der Leitindex um 1,6 Prozent auf ein Tagestief bei 5591 Punkten gefallen. Händler begründeten den Kursrutsch mit der von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet angedeutete Beibehaltung des Kurses steigender Zinsen zur Eindämmung der Inflation.

Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) wie an den Finanzmärkten erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte auf drei Prozent erhöht. Nach Einschätzung von Marco Bargel, Chefvolkswirt bei der Postbank, dürfte die nächste Anhebung im Oktober kommen. „Wir sehen das Ende der Erhöhungen bei 3,5 Prozent“, sagte Bargel.

Unterdessen hellte die Aussicht auf eine Pause im Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank nach den jüngsten Konjunkturdaten sowie nachlassende Ölpreise die Stimmung der Börsianer gegen Handelsende auf. So baute der Dax einen Teil seiner Verluste wieder ab. Steigende Zinsen verteuern für Unternehmen und Verbraucher die Kreditaufnahme und erschweren damit Investitionen.

Bereits vor der Zinsentscheidung am Nachmittag hatten die Anleger die meist positiv ausgefallenen Unternehmenszahlen zu Gewinnmitnahmen genutzt. Größter Gewinner im Dax waren mit einem Plus von einem Prozent die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC). Der Dialyse-Spezialisten hob nach einem überraschend hohen Quartalsgewinn seine Jahresprognose an.

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