Schlussbericht Frankfurt
Dax wieder im Aufwind

Die meisten deutschen Aktien haben am Mittwoch mit Kursgewinnen geschlossen. Die Aktie von Thyssen-Krupp stand am deutlichsten auf der Gewinnerseite. Den stärksten Rückgang verzeichnete der Energiekonzern RWE.

HB FRANKFURT. Der Dax hat sich nach einem Rekordlauf der Wall Street am Mittwoch wieder in Richtung 6600 Punkte vorgearbeitet und die Vortagesverluste wettgemacht. Bis zum Ende des elektronischen Handels kletterte der deutsche Leitindex auf 6586,91 Punkte - ein Plus von 0,51 Prozent. Im Handelsverlauf bremsten steigende Ölpreise die Kurse etwas.

In New York hatte der Dow Jones am Dienstag bei 12.471 Punkten geschlossen - so hoch wie noch nie in seiner rund 110jährigen Geschichte. Am Mittwoch ging es an den Aktienmärkten jenseits des Atlantiks weiter bergauf.

Auch die Beruhigung der Märkte in Südostasien trug zur guten Stimmung auf dem Frankfurter Parkett bei. In Reaktion auf die Rücknahme neuer, strikterer Regeln für ausländische Investoren legte der thailändische Aktienindex SET rund zehn Prozent zu und machte den Kurssturz vom Vortag teilweise wett. „Nach dem Ausrutscher gestern ist die Stimmung am Markt jetzt offenbar wieder intakt“, sagte ein Händler.

Viele Kursbewegungen erklärten Börsianer bei teils extrem dünnen Umsätzen unterdessen mit so genanntem „Window Dressing“. Darunter versteht man selektive Käufe oder Verkäufe einzelner Aktien durch große Fonds oder andere professionelle Anleger, um Portfolios aufzupolieren.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten am Mittwoch die Aktien von Daimler-Chrysler, die in der Spitze um 2,3 Prozent auf 47,33 Euro stiegen. Analyst Michael Raab von Sal. Oppenheim führte die Nachfrage auf Spekulationen zurück, aus einer Aufsichtsratssitzung könnten Neuigkeiten zur Restrukturierung der verlustträchtigen Tochter Chrysler verlauten. Auch die anderen Autowerte waren gefragt.

Ebenfalls bergauf ging es für die Aktien von Thyssen-Krupp, die sich mit einem Plus von 3,91 Prozent auf 34,57 Euro an die Spitze des Leitindex setzten. Die EU-Kommission hat gegen den Stahlkonzern eine Kartellstrafe von 3,2 Millionen Euro wegen verbotener Preisabsprachen verhängt. „Diese war wohl um einiges höher erwartet worden“, sagte ein Händler. Auch die Aktie des zweitgrößten deutschen Stahlkonzerns Salzgitter stieg um zwei Prozent.

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