Schlussbericht Frankfurt
Gerüchteküche beflügelt Dax

Der Deutsche Aktienindex hat in der gerade begonnenen Handelswoche wieder Kurs auf sein Allzeithoch genommen. Eine Serie von Übernahmegerüchten hielt die Anleger auf Trapp.

HB FRANKFURT. Am Montag kletterte der Leitindex Dax zeitweilig auf bis 8.119 Zähler, schloss dann aber bei 8.077,39 Punkten. Das waren 0,36 Prozent mehr als am Freitag. Der höchste Stand, den der Dax jemals erklomm, lag bei 8.136,16 Punkte am 8. März 2000.

Von den 30 Dax-Werten heimste der Konsumgüterhersteller Henkel mit einem Plus von 2,03 Prozent das stärkste Plus ein. Aber auch Siemens (1,80 Prozent) und ThyssenKrupp (1,61 Prozent) legten deutlich zu.

Zudem trieben Übernahmegerüchte die Kurse einzelner Werte. Die Aktien von Infineon und RWE zogen zeitweise bis zu mehr als zwei Prozent an, bröckelten bis Handelsschluss aber wieder ab.

Bei Infineon wurde spekuliert, der südkoreanische Halbleiterhersteller Hynix wolle 18,50 Euro je Aktie bieten. Bei RWE wurde der französische Versorger EdF als möglicher Interessent genannt. „Angeblich will EdF 90,28 Euro je Aktie zahlen“, sagte ein Händler. Beide Konzerne wollten sich zu den Spekulationen nicht äußern. Zum Handelsschluss lagen Infineon noch 0,5 Prozent, RWE 0,8 Prozent höher.

Die Nebenwerte-Indizes MDax und TecDax waren ebenfalls im Plus. Größter Gewinner waren die Depfa-Aktien mit einem Plus von 6,8 Prozent auf 14,30 Euro. Der MDax legte 0,63 Prozent auf 11.377,90 Punkte zu, der TecDax 0,72 Prozent auf 975,55 Zähler.

Auch im SDax sorgten Übernahmespekulationen für Kursgewinne: Air Berlin legten 4,2 Prozent zu, nachdem der „Spiegel“ berichtet hatte, die Deutsche Bank könnte ihren Anteil an der Airline an Wettbewerber wie Ryanair oder Air France weiterverkaufen. Dies wurde in Branchenkreisen zwar als unrealistisch bezeichnet. Dennoch sehen Experten Air Berlin als Übernahmeziel.

Dagegen verzeichnete der Reisekonzern Tui mit einem Rückgang um 1,75 Prozent den kräftigsten Rückgang. Händler verwiesen auf einen Bericht im Handelsblatt, wonach Europas größter Reiseveranstalter vor der geplanten Fusion mit dem britischen Touristikkonzern First Choice Holidays Probleme mit seiner erst zum Jahresbeginn geschaffenen Konzern-Fluggesellschaft TUIfly hat.

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