Schlussbericht Frankfurt
Gewinnmitnahmen im Dax

Angesichts schwacher US-Konjunkturdaten und zunehmender Spekulationen auf weiter steigende Zinsen in Europa haben Anleger am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag Kasse gemacht. Entsprechend schwach hat der Dax geschlossen.

HB FRANKFURT. Der Dax beendete den Xetra-Handel 1,1 Prozent tiefer bei 6223,33 Punkten. Letztlich dienten die US-Daten und die Äußerungen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet nur als Vorwand, sagte ein Händler. „Denn die Konsolidierung, die wir jetzt sehen, war überfällig. Dramatisch ist das Minus auch nicht, schließlich hatten wir in den vergangenen Monaten einen guten Lauf.“

Die in den USA vorgelegten Konjunkturdaten blieben hinter den Markterwartungen zurück. So wuchs der Auftragseingang der US-Industrie im September nur halb so stark wie von Analysten vorhergesagt.

Trichet hatte auf einer Pressekonferenz unter anderem gesagt, die Inflationsgefahren in der Euro-Zone erforderten weiterhin „große Wachsamkeit“. Börsianer werteten seine Aussagen als Hinweis darauf, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Geldpolitik im kommenden Jahr weiter straffen wird. Die Anhebung des Leitzinses im Dezember um 25 Basispunkte auf dann 3,5 Prozent gilt am Markt bereits als sicher.

Die Aktien von Altana führten mit einem Plus von drei Prozent auf 44,88 Euro die Dax-Gewinnerliste an. Das Unternehmen hatte am Morgen einen überraschend starken Anstieg des operativen Gewinns bekannt gegeben. Außerdem stellte es eine Anhebung der Dividende in Aussicht.

„Nach diesen starken Zahlen wird man wahrscheinlich noch einmal genau gucken müssen, was die Chemiesparte wirklich wert ist“, sagte ein Börsianer. Altana will sich auf die Spezialchemie konzentrieren und hatte im September den Verkauf seiner Pharmasparte für 4,5 Milliarden Euro an den dänischen Medikamenten-Hersteller Nycomed angekündigt.

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