Schlussbericht Frankfurt
Rekordlaune an der Börse

Angeführt von Kursgewinnen von Adidas hat der Dax seine Aufwärtsbewegung zu Wochenbeginn fortgesetzt. Zwischenzeitlich erreichte er ein Fünf-Jahreshoch. Auch der MDax legte einen wahren Rekordlauf hin.

HB FRANKFURT. Der Leitindex schloss am Montag 0,24 Prozent höher bei 6127,98 Punkten. Zwischenzeitlich war der Dax mit 6153 Zählern auf den höchsten Stand seit Juni 2001 gestiegen. Der Nebenwerteindex MDax schloss rund 1,3 Prozent höher bei 9120,4 Punkten, nachdem er zuvor mit 9134 Stellen auf ein Allzeithoch geklettert war. „Es fehlt an Anlage-Alternativen zu den Aktien. Und derzeit werden Milliarden von Euro an Dividendengeldern ausgeschüttet, und die wollen wieder angelegt werden“, begründete Händler Holger Pfeiffer von Sal. Oppenheim die Nachfrage.

An die Spitze der Gewinnerliste im Dax setzten sich die Titel des Sportartikelherstellers Adidas, die 3,3 Prozent auf 167,40 Euro zulegten. Händler verwiesen auf Aussagen von Vorstandschef Herbert Hainer, der erklärt hatte, das Geschäft mit der Fußball-WM laufe fantastisch und übertreffe alle Erwartungen. Das werde sich schon in den Quartalszahlen am Dienstag zeigen.

Zu den größten Gewinnern bei den Standardwerten zählten auch die Titel von Metro mit einem Plus von 2,8 Prozent auf 47,28 Euro. „Die Metro-Aktie hat den charttechnischen Widerstand bei 46 Euro durchbrochen. Das hat Anschlusskäufe ausgelöst“, sagte ein Händler.

Schlusslicht im Dax waren mit einem Minus von 2,4 Prozent auf 67,62 Euro die Aktien von MAN. Händler machten für den Kursabschlag Gewinnmitnahmen verantwortlich, nachdem die Titel des Lastwagen- und Maschinenbauers an den vergangenen Handelstagen deutlich an Wert gewonnen hatten.

Ihre Talfahrt setzten die Papiere des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) fort, die 1,8 Prozent nachgaben. Befürchtungen von Anlegern, HRE könnte wegen des scharfen Wettbewerbs im Inland und in Europa unter Margenverfall leiden, hatten die Titel zuletzt unter Druck gesetzt. Diese Sorge konnte HRE-Chef Georg Funke auf der Hauptversammlung offenbar nicht ausräumen. Seiner Aussage nach sieht HRE im Inlandsgeschäft trotz eines harten Wettbewerbs Möglichkeiten für erhebliches Wachstum.

Der Höhenflug des MDax wurde unter anderem von den Aktien des Grafitelektrodenspezialisten SGL Carbon getragen, die mehr als neun Prozent auf 20 Euro zulegten. Händler und Analysten machten dafür die hohen Stahlpreise verantwortlich. „Das schafft Zuversicht, dass auch Zulieferer wie SGL Carbon weitere Preisanhebungen durchsetzen können“, begründete Karl-Heinz Scheunemann vom Bankhaus Metzler das Kursplus.

Gefragt waren auch die Titel von Vivacon, die 3,6 Prozent gewannen. Die Immobiliengesellschaft will mit einer neu gegründeten German Properties Plc über einen Börsengang in London bis zu 500 Millionen Euro Eigenkapital aufnehmen. MDax- Schwergewicht EADS profitierten von einer Kaufempfehlung von Merrill Lynch und legten 3,3 Prozent zu.

Der EuroSTOXX ging mit plus 0,08 Prozent bei 3877,53 Punkten gut behauptet aus dem Handel. In London und Paris überwogen dagegen die Minuszeichen. Die Börsen in den USA tendierten zum Börsenschluss in Deutschland kaum verändert.

Die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere sank auf 3,91 (Freitag 3,95) Prozent. Der Rentenindex REX legte um 0,18 Prozent auf 117,14 Punkte zu. Für den Bund Future ging es dagegen am frühen Abend um 0,07 Prozent auf 115,18 Punkte nach unten. Der Kurs des Euro stieg kräftig: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2756 (1,2688) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7839 (0,7881) Euro.

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