Schlussbericht Frankfurt
Übernahmephantasien hieven Dax über 7100 Punkte

Mit teils kräftigen Aufschlägen ist der deutsche Aktienmarkt in die neue Handelswoche gestartet. Eine Kaufofferte des französische Luxusgüterkonzerns PPR für Puma trieb die Aktien des Sportartikelherstellers auf ein Rekordhoch. Größter Dax-Gewinner waren allerdings Daimler-Chrysler.

HB FRANKFURT. Anhaltende Übernahmephantasien haben am Dienstag den Dax deutlich über 7100 Punkte gehievt. Der deutsche Leitindex kletterte um 0,9 Prozent auf 7166 Punkte und notierte damit so hoch wie seit November 2000 nicht mehr.

„Fusionen und Übernahmen sind die Haupttreiber“, erklärte ein Händler das Daxplus. „Jeder geht mit jedem ins Bett.“ Die Anleger blendeten Themen wie den Iran-Konflikt aus, erläuterte ein anderer. Der Iran hatte mit dem von seiner Führung verkündeten Durchbruch bei der Uran-Anreicherung international Besorgnis ausgelöst.

Bei Puma setzten die Anleger vor allem auf eine Erhöhung des Angebots von PPR, die 330 Euro je Puma-Aktie bieten. Dabei ließen sie sich auch von PPR-Chef Francois-Henri Pinault nicht beirren, der dies ausschloss. „Wir fühlen uns sehr wohl mit dem Preis. Er ist fest und endgültig“, erklärte Pinault, ohne den Puma-Kurs damit nachhaltig zu drücken. „Ich glaube, dass PPR die Übernahmeofferte für Puma aufstocken muss“, sagte Analyst Tim Burkhardt von der Landesbank Baden-Württemberg.

„Ich finde den Preis zu niedrig“, sagte auch Analyst Sven Madsen von Hauck & Aufhäuser. Er wollte ein Gegenangebot von Nike - der US-Sportartikelkonzern wurde an der Börse immer wieder als Puma-Interessent gehandelt - nicht ausschließen. „So etwas ist durchaus möglich“, sagte Madsen. Zum Handelsschluss notierten Puma, die im Nebenwerteindex MDax gelistet sind, mit 343,93 Euro noch 9,4 Prozent im Plus. Dank des Runs auf die Aktien von Puma stieg der MDax 1,5 Prozent auf ein Rekordhoch von 10.628 Punkten.

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