Schlussbericht Frankfurt: Unruhen verunsichern die Anleger

Schlussbericht Frankfurt
Unruhen verunsichern die Anleger

Die Gewalt im Nahen Osten und der Atomstreit mit dem Iran haben am Dienstag die Stimmung am deutschen Aktienmarkt zwar gedrückt, unterstützt von festeren US-Börsen hat der Dax aber dennoch leicht im Plus geschlossen.

HB FRANKFURT. Der Leitindex schloss 0,1 Prozent höher bei 5672,92 Punkten, nachdem er die meiste Zeit des Tages im Minus gelegen hatte. „Viele Anleger machen nun erst einmal Kasse“, sagte ein Frankfurter Händler. Zudem hätten die jüngsten Konjunkturdaten aus Deutschland enttäuscht. Ein anderer Börsianer sagte mit Blick auf das zeitweilige Kursminus: „Der Markt hat in den vergangenen Tagen an Aufwärtsdynamik verloren und nun wird das Abwärtspotenzial getestet.“

Andere Marktteilnehmer verwiesen auf die anhaltende Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Nahen Osten. „Einige haben Angst, dass sich das zu einer echten Bedrohung entwickeln könnte“, sagte ein Händler. Für den Fall einer Zuspitzung der Lage im Nahen Osten befürchten Anleger Engpässe bei der Lieferung von Erdöl. Eine drastische Verteuerung dieses wichtigen Rohstoffs könnte dem Wachstum der Weltwirtschaft einen herben Dämpfer versetzen. Bei Protesten gegen die Zeichnungen waren in den vergangenen Tagen in mehreren Ländern des Nahen Ostens Botschaften westlicher Staaten in Brand gesetzt worden. Auch der anhaltende Atomstreit mit dem Iran drücke auf die Stimmung am Aktienmarkt, sagten Marktteilnehmer.

Der US-Standardwerte-Index Dow Jones notierte bei Xetra-Handelsschuss in Deutschland 0,1 Prozent im Plus bei 10.809 Stellen, nachdem er anfänglich 0,3 Prozent im Minus gelegen hatte. „Da es uns heute an Unternehmensnachrichten mangelt, reicht diese leichte Erholung beim Dow schon aus, um den Dax ebenfalls ins Plus drehen zu lassen“, sagte ein Händler.

Die Titel von Fresenius Medical Care (FMC) legten um 1,6 Prozent auf 91,34 Euro zu. Auslöser des Kursanstiegs war Börsianern zufolge ein Plan der US-Regierung, wonach private Krankenversicherer künftig doppelt so lange für Dialyse-Behandlungen aufkommen sollen als bisher. „Die dahinter steckende Kursfantasie ist, dass die privaten Versicherer für Dialyse deutlich mehr zahlen als das staatliche Versicherungssystem“, erläuterte HVB-Analyst Christian Cohrs.

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