Schlussbericht Frankfurt
US-Daten hieven Dax über 6.900 Punkte

Der Deutsche Aktienindex Dax hat nach positiven Signalen aus den USA deutlich ins Plus gedreht und die Marke von 6.900 Punkten überschritten. Starke Unterstützung bekam der Dax zudem von Siemens-Aktien - trotz des drastischen Gewinneinbruchs beim Technologiekonzern.

HB FRANKFURT. Besser als erwartet ausgefallene US- Konjunkturdaten haben am Mittwoch die deutschen Aktien mehrheitlich in die Gewinnzone gehievt. Der Leitindex Dax schloss um 0,92 Prozent höher bei 6948,82 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 1,52 Prozent auf 9353,61 Zähler nach oben. Der TecDax verbuchte zum Handelsende noch ein minimales Minus von 0,03 Prozent auf 846,23 Zähler.

Im April hat der Leitindex damit 6,4 Prozent gewonnen. Gegenüber dem Vorjahresschluss notiert er aber immer noch 14 Prozent niedriger.

Die Papiere von Siemens kletterten nach Quartalszahlen um 2,97 Prozent auf 75,57 Euro. Analysten äußerten sich überaus positiv. Theo Kitz von Merck Finck etwa sah den Grund für die Erleichterung der Anleger insbesondere im deutlich über den Erwartungen liegenden operativen Gewinn des Technologiekonzern.

Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) und Fresenius entwickelten sich gegensätzlich. Die Quartalsbilanz des Dialysespezialisten FMC war Börsianern zufolge gemischt ausgefallen, was die Aktie mit einem Plus von 1,19 Prozent auf 34,09 Euro honorierte. Die Zahlen der MDax- notierten Mutter Fresenius lagen unterdessen leicht unter den Marktschätzungen. Das Papier verlor 0,97 Prozent auf 53,20 Euro.

SAP-Titel büßten nach enttäuschenden Quartalszahlen 2,00 Prozent auf 32,39 Euro ein. Europas größter Softwarekonzern hatte im ersten Quartal wegen des schwachen Dollar und des schwieriger gewordenen amerikanischen Softwaremarktes weniger verdient und größtenteils die Erwartungen verfehlt.

Papiere von Celesio verbilligten sich um 5,78 Prozent auf 27,75 Euro. Europas größter Pharmahändler erwartet nach Angaben seines Chefs Fritz Oesterle vor allem wegen staatlicher Preiseingriffe bei britischen Apotheken eine deutliche Abschwächung seines Geschäfts in der ersten Jahreshälfte 2008. Pfleiderer-Aktien rutschten nach enttäuschenden Quartalszahlen um 15,16 Prozent auf 13,66 Euro ab.

Aktien von Symrise fielen nach Quartalszahlen nur optisch um 0,56 Prozent oder 0,09 Euro auf 15,93 Euro - die Aktien wurden ex Dividende gehandelt. Der Duft- und Geschmacksstoffe-Spezialist zahlt seinen Aktionären 0,50 Euro je Aktie.

Die Papiere von Hugo Boss gewannen nach Zahlen 6,27 Prozent auf 33,37 Euro. Als Haupttreiber für die Aktie sieht ein Händler die Erwartungen für die Zukunft von Boss. Entscheidend seien die Pläne des Finanzinvestors Permira, der den Modekonzern kontrolliert. Die Papiere von Wacker Chemie profitierten von leicht besser als erwarteten Zahlen und schossen um 12,77 Prozent auf 150,00 Euro nach oben. Im TecDax brachen Titel des Laserspezialisten Rofin-Sinar nach wenig überzeugenden Quartalszahlen um 13,47 Prozent auf 25,50 Euro ein.

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