Schlussbericht New York
Abwärtsdruck an Wall Street setzt sich fort

Die US-Aktienmärkte haben am Montag erneut niedriger geschlossen. Teilnehmer sprachen von einer anhaltenden Nervosität der Anleger, nachdem die internationalen Finanzmärkte in der vergangenen Woche eingebrochen waren. Im Vergleich zu Asien präsentierte sich der US-Markt aber stabiler.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index schloss 0,5 Prozent tiefer bei 12.050 Zählern, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 12.039 und 12.188 Punkten gependelt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Indexsank um 0,9 Prozent auf 1374 Stellen. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq gab 1,2 Prozent nach auf 2340 Punkte.

Im Vergleich zum asiatischen Markt präsentierte sich der US-Markt aber stabiler: Der Nikkei-Index in Tokio hatte den Handel mit einem Abschlag von 3,3 Prozent beendet - dem größten prozentualen Tagesverlust seit neun Monaten. "Heute kann mich nichts mehr überraschen. Ich glaube einfach, dass niemand genau weiß, wohin die Emotionen und Reaktionen die Kurse treiben", sagte Michael Vogelzang von Boston Advisors.

Auch Sorgen um den US-Hausmarkt schürten die Unsicherheit: Immobilienwerte und Hypothekenbanken gerieten laut Händlern wegen anhaltender Sorgen um eine Abschwächung des US-Immobilienmarkts und um Kreditausfälle erneut unter Druck. Auslöser wären zum einen Sorgen um die New Century Financial gewesen, bei der es Untersuchungen wegen auffälliger Kursbewegungen gibt. Die Aktien brachen um 68,87 Prozent auf 4,56 Dollar ein. Zudem belasteten die Verkaufspläne von Fremont General für ihr Hypothekengeschäft - das Papier verlor 32,38 Prozent auf 5,89 Dollar. Bei den höher kapitalisierten Werten gaben Washington Mutual 3,41 Prozent auf 41,13 Dollar ab, Toll Brothers verloren 4,17 Prozent auf 28,25 Dollar.

Die Aktien des Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM) verloren an der Nasdaq ein Prozent auf 134,52 Dollar. Das Unternehmen hatte zuvor bekannt gegeben, wegen falsch verbuchter Aktienoptionen seine Bilanzen für die vergangenen Jahre korrigieren zu müssen.

Auch die Aktionäre des US-Chipherstellers AMD gehörten zu den Verlierern: Der Kurs der Papiere gab 1.6 Prozent auf 13,89 Dollar nach. Kurz zuvor hatte Erzrivale Intel seine Umsatzerwartungen für das laufende Quartal heruntergeschraubt. Die Intel-Aktie lag 0,6 Prozent im Minus.

Zu den Gewinnern zählte dagegen die Aktie von Coca Cola. Sie notierte 0,9 Prozent höher bei 46,29 Dollar. Auch die Papiere des US-Computerherstellers IBM lagen ein Prozent im Plus bei 91,81 Dollar. Die Papiere des Pharmakonzerns Merck & Co. kletterten nach einem positiven Gerichtsentscheid im Zusammenhang mit der Klagewelle um das Schmerzmittel Vioxx um 0,1 Prozent auf 44,25 Dollar.

Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) fiel im Februar auf 54,3 Punkte von 59,0 Punkten im Januar. Das bedeutet, dass sich das Wachstum im US-Dienstleistungssektor zuletzt verlangsamt hat.

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