Schlussbericht New York
Energiewerte helfen US-Börsen ins Plus

Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag mit leichten Gewinnen geschlossen. Besonders Energiewerte verzeichneten angesichts gestiegener Ölpreise Kursgewinne. Positiv werteten Investoren zudem die erhöhte Zahl der Eigenheim-Verkäufe in den USA.

HB NEW YORK. Belastend wirkten dagegen eine Reihe anderer Wirtschaftsdaten sowie eine Warnung vor Inflationsrisiken durch US-Notenbankchef Ben Bernanke. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher bei 12.136 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 12.072 und 12.149 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,4 Prozent auf 1386 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 0,3 Prozent höher bei 2412 Punkten.

Kursanstiege verzeichneten etwa die Aktien des Energiekonzerns Exxon Mobil. Sie legten 2,3 Prozent zu auf 74,16 Dollar. Händler führten das auf das Ansteigen des US-Ölpreises um rund ein Prozent auf knapp 61 Dollar zurück. Bei den Technologieaktien gehörten die Papiere von Apple zu den Gewinnern. Diese legten rund 2,5 Prozent auf 91,81 Dollar zu. Die Analysten von UBS hatten zuvor ihr Preisziel für die Aktien des Computerherstellers erhöht.

Als Ermutigung nahmen die Anleger die neuesten Nachrichten aus der Immobilienbranche auf: Angetrieben von einem Rekord-Preisrückgang ist in den USA die Zahl der Eigenheim-Verkäufe erstmals seit Februar wieder gestiegen. Negativ für den Markt bewerteten Händler dagegen die Warnung Bernankes vor Inflationsrisiken. Das Wachstum der US-Wirtschaft im kommenden Jahr werde wohl nur mäßig ausfallen, sagte der Notenbank-Chef. „Die Reaktion am Markt zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in naher Zukunft als gering eingeschätzt wird“, sagte Michael James von Wedbush Morgan.

Der Auftragseingang für langlebige Güter in den USA sank im Oktober so stark wie seit mehr als sechs Jahren nicht mehr und ließ Sorgen vor geringeren Unternehmensgewinnen aufkommen. Auch ging das Verbrauchervertrauen im November überraschend stark zurück. Dieser Wert gilt als Indikator für die Konsumausgaben, die rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.

Zu den größten Verlierern am Markt zählten die Aktien von Palm. Diese gaben 7,7 Prozent auf 14,19 Dollar nach, nachdem der Taschencomputer-Hersteller seine Geschäftserwartungen für das laufende Quartal deutlich nach unten geschraubt hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,6 Milliarden Aktien den Besitzer. 2173 Werte legten zu, 1175 gaben nach und 134 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 1608 im Plus, 1482 im Minus und 120 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 06/32 auf 100-29/32. Sie rentierten mit 4,509 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 10/32 auf 98-16/32 und hatten eine Rendite von 4,593 Prozent.

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