Schlussbericht New York
Fed-Protokoll drückt Stimmung an US-Börsen

Der Aufschwung an den US-Börsen hat sich am Mittwoch fortgesetzt. Ein Übernahmeangebot der US Airways für die in einem Insolvenzverfahren befindliche drittgrößte amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines trieb die Airline-Aktien in die Höhe. Inflationssorgen der US-Notenbank drückten allerdings die Stimmung im Tagesverlauf.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,28 Prozent höher bei 12.252 Punkten. Zuvor hatte er bei 12.292 Zählern ein neues Rekordhoch erreicht. Das Tagestief lag bei 12.206 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,24 Prozent auf 1397 Zähler. Der Nasdaq-Composite notierte 0,50 Prozent höher bei 2443 Zählern.

Zu den Gewinnern gehörten vor allem Aktien von Fluggesellschaften, nachdem US Airways acht Milliarden Dollar für den insolventen Rivalen Delta Air Lines geboten hatte. Die Aktien von US Airways kletterten 16,75 Prozent auf 59,46 Dollar. Delta verbesserte sich um 3,4 Prozent auf 1,52 Dollar. Auch die Papiere von Konkurrenten profitierten von dem Angebot. Southwest Airlines etwa legten um 4,53 Prozent auf 15,93 Dollar zu.

Und das dürfte noch nicht alles sein, sagten Analysten. Die Mitteilung von US Airways „ist bisher nur ein Vorschlag. Wenn das Geschäft abgeschlossen wird, werden wir wahrscheinlich eine größere Neigung des Marktes nach oben sehen“, erklärte Michael James von Wedbush Morgan.

Doch auch Nachrichten über Google wirkten sich positiv aus. Die Branchenbeobachter der Bank Credit Suisse wollen wieder regelmäßig Einschätzungen zu dem Internetunternehmen abgeben. Sie starteten das Rating mit „outperform“ und erhöhten das Kursziel auf 600 Dollar, nachdem Google die Übernahme des Internet-Videoportals YouTube abgeschlossen hatte. Die Aktie notierte am Mittwoch 0,54 Prozent höher bei 491,93 Dollar.

Zusätzlichen Auftrieb erhielten die Börsen vom US-Tabak- und Lebensmittelkonzern Altria. Die Investmentbank Goldman Sachs hatte ihr Rating des Unternehmens angehoben. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung um 1,37 Prozent auf 82,25 Dollar.

Einen noch stärkeren Aufwärtstrend verhinderte Händlern zufolge das Protokoll der Sitzung der US-Währungshüter im Oktober. Die Fed wies daraufhin, dass sie immer noch den Kampf gegen die Inflation als dringendste Aufgabe betrachte. Viele Marktteilnehmer glauben nun, die Notenbank werde die erwartete Zinssenkung auf das zweite Quartal des kommenden Jahres verschieben statt schon im ersten Vierteljahr die Kreditkosten zu reduzieren.

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