Schlussbericht New York
Konjunktursorgen drücken US-Börsen ins Minus

Die amerikanischen Aktienbörsen haben am Mittwoch leicht nachgegeben, nachdem es am Vortag eine starke Erholung von dem Debakel der vergangenen Woche gegeben hatte. Der Grund für die erneuten Kursverluste: Konjunktursorgen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 12.256 und einem Tief von 12.178 Zählern. Er verließ den Handel 0,12 Prozent im Minus bei 12.192 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,25 Prozent auf 1391 Zähler. Der Nasdaq-Composite sank um 0,44 Prozent auf 2374 Punkte.

Das Beige Book der Federal Reserve Bank deutete am Mittwoch auf ein verlangsamtes Wachstum in mehreren Regionen hin. Sorgen machten sich die Anleger aber auch um den Arbeitsmarkt. Einer privaten Umfrage zufolge entstanden im Februar weniger Arbeitsplätze als erwartet.

„Es scheint immer mehr Hinweise darauf zu geben, dass sich die Konjunktur verlangsamt, die Wirtschaft aber nicht zusammenbricht“, sagte Eric Kuby von North Star Investment Management in Chicago.

Erst in der vergangenen Woche hatte der ehemalige US-Notenbank-Chef Alan Greenspan mit seiner Äußerung für Aufregung an den Finanzmärkten gesorgt, dass der US-Wirtschaft zum Jahresende eine Rezession drohen könnte. Am Mittwoch sagte Greenspan, der schwächelnde Immobilienmarkt durchlaufe eine Bestandsrezession, habe seinen Tiefpunkt inzwischen aber erreicht. Dennoch sorgte der Immobiliensektor für Nervosität am Markt.

US-Rohöl wurde um fast zwei Prozent teuerer zu 61,83 Dollar gehandelt, nachdem die Lagerbestände in der vergangenen Woche überraschend stark gesunken waren. Die Papiere des Ölriesen Exxon legten 0,9 Prozent zu, die des Konkurrenten ConocoPhillips um gut zwei Prozent und die von Chevron um knapp ein Prozent. Die Kursgewinne bei den Ölkonzernen vermochten eine Zeit lang den Dow ins Plus zu heben, zum Schluss des Handelstages drehte das Börsenbarometer dann aber doch ins Minus.

Die Ölkonzerne, die im Dow eine wichtige Rolle spielen, seien ein großer Faktor, sagte Milton Ezrati von Lord Abbett & Co. „Wir haben eine Menge Boden gut zu machen“, fügte er in Anspielung auf den Kursrutsch der vergangenen Woche hinzu, der die Anleger weltweit zwei Billionen Dollar gekostet hatte. Der US-Pharmakonzern Pfizer genoss das Interesse der Investoren, nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA seinen Cholesterinsenker und Umsatzbringer Lipitor für weitere Anwendungsmöglichkeiten zuließ. Pfizer-Aktien stiegen um 0,32 Prozent auf 25,27 Dollar.

Auf der Nasdaq lastete dagegen die Pharmafirma CV Therapeutics mit einem Kursrutsch von knapp 24 Prozent auf 9,40 Dollar. Das Unternehmen hatte am Vortag mitgeteilt, dass sich sein Medikament Ranexa als nicht wirksam bei einer bestimmten Herzkrankheit erwiesen habe.

Im S&P 500 gehörten vor allem die Aktien aus dem Finanzsektor zu den Verlierern. So musste Bank of America einen Abschlag von 0,69 Prozent auf 50,59 Dollar hinnehmen. Die Papiere des Geldinstituts hatten jedoch am Vortag kräftig zugelegt.

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