Schlussbericht New York
Konjunktursorgen drücken US-Standardwerte

Unter der Last von Konjunktursorgen haben die Standardwerte an den US-Börsen am Freitag leichte Kursverluste hinnehmen müssen. Die Angst vor einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums wurde durch die Vorlage der Arbeitsmarktdaten geschürt, die schwächer ausfielen als erwartet.

HB NEW YORK. Die Aktien der New York Stock Exchange (NYSE) legten zu, nachdem die US-Börse ihre Fusion mit der Euronextzur größten Börse der Welt angekündigt hat. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,13 Prozent schwächer bei 11 246 Punkten, nachdem er im Verlauf zwischen 11 191 und 11 285 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,18 Prozent auf 1288 Stellen. Der Technologie-Index Nasdaq sank um 0,03 Prozent auf 2219 Zähler. Damit ergibt sich für den Wochenverlauf beim Dow Jones ein Minus von 0,3 Prozent. Der S&P gewann indes auf Wochensicht 0,6 Prozent und die Nasdaq 0,4 Prozent.

Die Investoren richteten ihr Interesse am Freitag vor allem auf die Nachrichten aus dem Arbeitsministerium. Danach wurden im Mai in den USA deutlich weniger neue Stellen geschaffen als erwartet. Der Beschäftigungszuwachs fällt damit den dritten Monat in Folge überraschend schwach aus und deutet auf eine Abkühlung der Konjunktur hin. Doch die Hoffnung, dass die US-Notenbank deshalb nun vorerst nicht weiter an der Zinsschraube drehen könnte, wurde an der Wall Street durch die Konjunktursorgen getrübt.

„Nach der ersten Reaktion auf die Arbeitsmarktdaten scheinen die Leute nun zu merken, dass diese auf eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums hindeuten könnten“, sagte Giri Cherikuri von OakBrook Investments. In dem Fall gingen auch die Ausgaben der Verbraucher und die Unternehmensgewinne zurück. „Das dient sicher nicht den Aktien“, sagte Cherikuri. „Warum sollten die Investoren die Tatsache begrüßen, dass sich das Gewinnwachstum in Zukunft verlangsamen könnte“, fragte auch Michael Pento von Delta Global Advisors.

So gaben die Papiere von Wal-Mart 1,16 Prozent auf 47,83 Dollar nach und zogen den Dow Jones nach unten. Der weltgrößte Einzelhändler würde zu den Verlierern gehören, wenn die Verbraucher in einer Konjunkturflaute für ihren eigenen Konsum nicht mehr so tief in die Tasche greifen. Auch der Schwermaschinenhersteller Caterpillar, der stark von der Konjunktur abhängig ist, lastete mit einem Minus von 0,65 Prozent auf dem Dow Jones. Der größte Sog ging aber von IBM aus, die nach ihrer Rally vom Vortag am Freitag mehr als 1,4 Prozent fielen.

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