Schlussbericht New York
Kursverluste auf breiter Front an US-Börsen

Enttäuschende Konjunkturdaten haben die Investoren an Wall Street zu Verkäufen veranlasst. Der viel beachtete Index der Einkaufsmanager fiel im Oktober auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Jahren. Der unerwartet starke Rückgang gab Sorgen um die US-Wirtschaftsentwicklung neue Nahrung. Dadurch kamen vor allem jene Firmen unter Druck, die besonders konjunkturabhängig sind.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,42 Prozent schwächer bei 12.031 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12.007 und 12.123 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,74 Prozent auf 1367 Stellen nach. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq rutschte 1,37 Prozent ins Minus auf 2334 Punkte.

"Jetzt haben wir noch einen Bericht zur schwachen Wirtschaft", sagte ein Analyst Frank. Die vergangenen Quartalsberichte der Unternehmen hätten zwar gut ausgesehen. Für die Geschäfte im laufenden Vierteljahr sehe es nun aber weit weniger rosig aus. Der Konjunkturindex des Institute for Supply Management (ISM) war im Oktober auf 51,2 Zähler von 52,9 Punkten im Vormonat gesunken. Experten hatten im Schnitt mit einem leichten Anstieg auf 53,0 Punkte gerechnet.

Die Aktien von United Technologies verloren 2,24 Prozent auf 64,25 Dollar. Alcoa gaben 1,5 Prozent auf rund 28,33 Dollar nach. Beide gehörten zu den größten Verlierern im Dow. Auf die Quartalsergebnisse des Medienkonzerns Time Warner reagierte die Börse ebenfalls enttäuscht: Die Aktie büßte 1,2 Prozent auf 19,77 Dollar ein.

Eine Übernahme in der Pharmabranche sorgte nur vorübergehend für Kursgewinne: Die zweitgrößte US-Drogeriekette CVS einigte sich mit dem Pharma-Dienstleister Caremark Rx auf einen Zusammenschluss im Wert von 20,8 Milliarden Dollar. Die "New York Times" hatte zuvor noch von einem Kaufvolumen von mehr als 21 Milliarden Dollar berichtet. CVS-Aktien reagierten auf die Nachricht mit einem Verlust von rund 7,5 Prozent. Caremark-Papiere legten anfangs noch zu, schlossen am Ende aber 2,2 Prozent schwächer.

Die Aktien von Ford gewannen 2,9 Prozent auf 8,52 Dollar. Der US-Autohersteller hatte zuvor für den Oktober einen Absatzanstieg von 13,2 Prozent bekannt gegeben. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,8 Milliarden Aktien den Besitzer. 1147 Werte legten zu, 2185 gaben nach und 148 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,08 Milliarden Aktien 825 im Plus, 2247 im Minus und 127 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 10/32 auf 102-13/32. Sie rentierten mit 4,564 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 18/32 auf 97-03/32 und hatten eine Rendite von 4,682 Prozent.

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