Schlussbericht New York Noch kein neuer Dow-Rekord

In den USA hat der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Donnerstag einen neuen Rekord-Schussstand knapp verfehlt. Trotz gestiegener Ölpreise sowie einer Verlangsamung des Wachstumstempos der US-Wirtschaft markierte der führende Index aber den höchsten Schlussstand dieses Jahres.

HB NEW YORK. Der Dow ging mit einem Plus von 0,25 Prozent bei 11.718 Punkten aus dem Handel, nachdem er zu Handelsbeginn auf 11.728 Punkte geschnellt war und damit sechs Punkte über dem im Januar 2000 registrierten Rekord-Schlusskurs lag. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,19 Prozent auf 1339 Punkte zu. Der Technologie-Index Nasdaq verbuchte ein Plus von 0,29 Prozent auf 2270 Punkte.

Die Aktien des Autobauers General Motors zogen um mehr als zwei Prozent auf 33,06 Dollar an. Zuvor hatte GM-Chef Rick Wagoner erklärt, grundsätzlich für eine globale Allianz mit Renault-Nissan bereit zu sein. Auch die Anteilsscheine des weltgrößten Chipherstellers Intel gehörten zu den Gewinnern: Sie legten nach optimistischen Äußerungen von Brokern 1,86 Prozent auf 20,77 Dollar zu.

Verluste verbuchten unter anderem die Aktien der Hamburger-Kette McDonald's. Sie verloren infolge von Gewinnmitnahmen 0,5 auf 39,59 Dollar.

Für negative Impulse sorgten Berichte, wonach einige Opec-Länder - darunter Saudi-Arabien, Kuwait und Nigeria - informell vereinbart hätten, die Ölförderung zu drosseln, um den Preisrückgang der vergangenen zwei Monate zu stoppen. Der Preis für leichtes US-Öl stieg am Donnerstag zunächst um etwa einen halben Dollar auf 63,38 Dollar je Barrel (rund 159 Liter). Später gab er jedoch wieder nach.

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Auch Konjunkturdaten sorgten dafür, dass die Kurse nicht noch kräftiger stiegen: Die US-Wirtschaft war im zweiten Quartal unerwartet langsam gewachsen. Die US-Regierung revidierte am Donnerstag ihre aufs Jahr hochgerechnete Wachstumsschätzung für das Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft auf 2,6 (zweite Schätzung: 2,9) Prozent nach unten. Analysten hatten im Schnitt nicht mit einer Revision gerechnet. Zu Jahresbeginn hatte die Wirtschaft noch mit einer Jahresrate von 5,6 Prozent zugelegt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,49 Milliarden Aktien den Besitzer. 1760 Werte legten zu, 1538 gaben nach und 161 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,85 Milliarden Aktien 1581 im Plus, 1441 im Minus und 163 unverändert. Der marktbreite S&P500-Index stieg um 0,19 Prozent auf 1339,15 Punkte.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 3/32 auf 102-00/32. Sie rentierten mit 4,618 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 08/32 auf 95-29/32 und hatten eine Rendite von 4,759 Prozent.

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