Schlussbericht New York
Ölpreis dämpft Gewinne an US-Börsen

Unerwartet positive Arbeitsmarktzahlen haben den US-Börsen am Freitag Auftrieb gegeben. Ein deutlicher Ölpreis-Anstieg dämpfte die Gewinne jedoch.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher bei 13.057 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12.981 und 13.132 Punkten bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,3 Prozent auf 1413 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab um 0,2 Prozent auf 2476 Punkte nach. Damit stieg der Dow im Wochenverlauf um 1,3 Prozent, der S&P 500 um 1,2 Prozent und der Nasdaq um 2,2 Prozent. Der deutsche Leitindex Dax hatte den Handel am Freitag 1,4 Prozent höher bei 7043 Zählern beendet.

Die von Rezessionsängsten geplagte US-Wirtschaft baute Regierungsdaten zufolge im April weniger Stellen ab als erwartet: Tatsächlich lag das Minus demnach bei 20.000 Jobs, während Analysten mit einem Rückgang um 80.000 Stellen gerechnet hatten. Dies nährte Hoffnungen auf eine Erholung der Verbraucherstimmung. US-Präsident George W. Bush wertete die Zahlen in einer Rede allerdings als Zeichen für eine Konjunkturschwäche.

Öl verteuerte sich nach Bekanntwerden der Daten deutlich - sie wurden als Indiz interpretiert, dass mit einer Konjunkturerholung auch die Ölnachfrage anziehen werde. So wurde leichtes US-Erdöl mehr als drei Dollar höher bei 116,34 Dollar gehandelt.

Zu den größten Verliefern im Dow gehörte IBM, dessen Kurs 0,4 Prozent auf 123,18 Dollar nachgab. Auf dem Dow lastete vor allem das Microsoft-Papier mit Verlusten von 0,5 Prozent auf 29,24 Dollar. Die Aktie des von Microsoft umworbenen Internet-Unternehmens Yahoo legte dagegen 6,9 Prozent auf 28,67 Dollar zu, nachdem es aus Kreisen geheißen hatte, beide Konzerne intensivierten ihre Gespräche, um sich auf eine freundliche Übernahme zu einigen.

Die Aktien von Sun Microsystems brachen um 22,6 Prozent ein, nachdem mehrere Broker ihre Ratings oder Kursziele wegen enttäuschender Geschäftszahlen des Unternehmens senkten.

Die Finanzbranche profitierte von der Nachricht, dass die Zentralbanken die Geldmärkte erneut mit Milliardensummen versorgen wollen: Wie die US-Notenbank mitteilte, erhöht sie ab Montag ihre jeweils für zwei Wochen laufenden Sonderrefinanzierungsgeschäfte auf 75 von bislang 50 Milliarden Dollar. Aktien der Bank of America gewannen ein Prozent, Citigroup-Papiere stiegen 1,5 Prozent.

Gewinne verbuchten auch die Papiere des Blackberry-Herstellers Research in Motion, der eine Kooperation mit dem Geschäftssoftware-Anbieter SAP ankündigte: Sie legten 3,1 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,27 Milliarden Aktien den Besitzer. 1769 Werte legten zu, 1331 gaben nach und 113 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,25 Milliarden Aktien 1225 im Plus, 1597 im Minus und 151 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 23/32 auf 97-1/32. Sie rentierten mit 3,865 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 42/32 auf 96-22/32 und hatten eine Rendite von 4,579 Prozent.

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