Schlussbericht New York
Schwindende Sorgen bringen US-Börsen ins Plus

Im Rahmen der Erwartungen ausgefallene Daten zu Inflationsentwicklung und Verbrauchervertrauen haben den US-Börsen am Freitag Auftrieb gegeben. Die Zahlen dämpften die an den Aktienmärkten herrschende Sorge, die US-Notenbank Fed könnte im Juni erneut die Leitzinsen erhöhen.

HB NEW YORK. Für Nervosität sorgte dagegen kurzzeitig Berichte, in der Nähe des US-Repräsentantenhauses in Washington könnten Schüsse gefallen sein. Die Polizei erklärte aber später, die verdächtigen Geräusche seien wahrscheinlich auf Bauarbeiten zurückzuführen.

Der Dow-Jones-Index schloss um 0,6 Prozent fester bei rund 11 279 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen knapp 11 212 und 11 283 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte um 0,57 Prozent auf 1 280 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gewann 0,55 Prozent auf 2 210 Punkte. Zum ersten Mal in drei Wochen verbuchten die US-Börsen zum Ende der Woche ein Plus. Im Wochenverlauf gewann der Dow Jones 1,21 Prozent, der S&P 1,04 Prozent und der Nasdaq 0,75 Prozent.

„Wir warten auf Auftrieb. Wir haben gestern etwas bekommen, und in der Folge davon auch heute“, sagte Evan Olsen von Stephens Inc. Der Index der Universität Michigan zum Vertrauen der US-Verbraucher sank auf 79,1 Zähler von 87,4 Punkten im Vormonat. Der Preisindex des US-Handelsministeriums für persönliche Konsumdaten, der als wichtige Inflations-Kennziffer für die US-Notenbank Fed gilt, stieg ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreise um 0,2. Prozent. Damit lag er im Rahmen der Wall-Street-Prognosen.

Zinsempfindliche Titel wie die des Geldhauses Citigroup legten um gut ein Prozent auf 49,57 Dollar zu, Papiere des nach Marktwert weltgrößten Versicherers American International Group gewannen knapp ein Prozent auf 61,47 Dollar.

Hochstufungen gaben den Aktien des weltgrößten Autobauers General Motors sowie zweier Investment-Banken Auftrieb: GM-Papiere legten um 0,65 Prozent auf 28,08 Dollar zu. Die Anteilsscheine von Merrill Lynch gewannen 1,83 Prozent auf 72,79 Dollar, die Papiere von Goldman Sachs 3,81 Prozent auf 152,94 Dollar.

Die Marktzulassung eines Blutkrebs-Medikaments ließ den Nasdaq-Titel Celgene um 2,52 Prozent auf 41,46 Dollar steigen. Insgesamt verzeichneten die US-Aktienmärkte am letzten Handelstag vor einem verlängerten Wochenende einen schwachen Handel. Am Montag bleiben die Börsen wegen des Feiertags Memorial Day geschlossen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,34 Milliarden Aktien den Besitzer. 2342 Werte legten zu, 946 gaben nach und 139 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,56 Milliarden Aktien 1813 im Plus, 1155 im Minus und 162 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 06/32 auf 100-18/32. Sie rentierten mit 5,052 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 06/32 auf 90-00/32 und hatten eine Rendite von 5,160 Prozent.

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